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Zukunft des Nürburgrings offen

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Zukunft des Nürburgrings offen

24.07.2011, 19:54 Uhr | dapd

Zukunft des Nürburgrings offen.

 

Nürburgring (dapd-rps). Die Zukunft der Rennstrecke Nürburgring hat am vorerst letzten Formel-1-Wochenende weiter für Diskussionen gesorgt. So demonstrierten vor dem Rennen am Sonntag mehr als hundert Menschen für eine Trennung der Rennstrecke vom Freizeitpark. Derweil machte Formel-1-Chef Bernie Ecclestone Hoffnung auf weitere Grand-Prix-Rennen in der Eifel. Der Vertrag des Nürburgrings war mit dem Rennen am Sonntag ausgelaufen.

Die Initiative "Save the Ring" forderte, der Nürburgring müsse sich auf den Rennsport, und nicht auf einen Vergnügungspark konzentrieren. "Das Freizeitelement wird nie profitabel arbeiten können", sagte der Vorsitzende der Bürgerinitiative "Retten den Ring", Norbert Hanhart. Es könne nicht sein, dass wegen der Freizeitpark-Defizite die Formel 1 am Nürburgring vor dem Aus stehe.

Kritiker: Beck wollte sich Denkmal bauen

Kritiker der Nürburgringbetreiber automotive GmbH befürchten, dass Verluste des Freizeitparks durch die Einnahmen der Rennstrecke abgedeckt werden müssten. Ein solches Missmanagement müsse beendet werden, verlangte Hanhart von der rot-grünen Landesregierung. Die Demonstranten sprachen den jetzigen Betreibern der Rennstrecke, Jörg Lindner und Kai Richter, zudem die Fähigkeiten zur Leitung des Unternehmens ab. "Die Leute wissen nicht, was sie tun", kritisierte Hanhart.

Die Demonstranten wiesen Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) eine Mitschuld an der Misere zu. Beck habe einen möglichen Niedergang der Rennstrecke zu verantworten, weil er den Bau des Freizeitparks vorangetrieben habe. "Er hat dieses Denkmal in der Eifel gewollt", sagte der Vorsitzende der Bürgerinitiative.

Vor dem Protestmarsch hatten die Kritiker mit Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) diskutiert. Die von der Landesregierung geplante Privatfinanzierung des mehr als 300 Millionen Euro teuren Erlebnispark, der an der weitgehend landeseigenen Rennstrecke liegt, war vor einigen Jahren spektakulär gescheitert.

Ecclestone macht Hoffnung auf Formel 1

Unterdessen gibt es Hoffnung auf eine Zukunft der Formel 1 in Rheinland-Pfalz. "Ich werde mein Bestes geben, damit wir hierbleiben", sagte Formel-1-Chef Bernie Ecclestone der "Rhein-Zeitung" (Samstagausgabe). Der deutsche Markt sei für die Formel 1 sehr wichtig. Dem Bericht zufolge ist bisher noch kein Vertreter der neuen rot-grünen Landesregierung auf Ecclestone wegen Vertragsverhandlungen zugekommen.

Die Landesregierung hatte eine deutliche Reduzierung des derzeitigen Zuschusses von 13 Millionen Euro pro Formel-1-Rennen angekündigt. Ecclestone müsse für die Rennen am Nürburgring ein günstigeres Angebot machen. Knapp 20 Millionen Euro Gebühr überweisen die Streckenbetreiber an den Formel-1-Boss. Einzige größere Einnahmequelle des Nürburgrings ist der Kartenverkauf.

Wegen der schwierigen finanziellen Situation findet der Grand Prix zurzeit im jährlichen Wechsel mit dem Hockenheimring statt. Für die Strecke in Baden-Württemberg wurde mit Ecclestone ein langfristiger Vertrag abgeschlossen, der bis 2018 alle zwei Jahre die Ausrichtung eines Formel-1-Rennens garantiert.

 
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