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Landesmuseum für Bayerische Geschichte wird in Regensburg gebaut

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Landesmuseum für Bayerische Geschichte wird in Regensburg gebaut

07.12.2011, 17:25 Uhr | dapd

Landesmuseum für Bayerische Geschichte wird in Regensburg gebaut.

Die Entscheidung fällt aus wie erwartet: Das Landesmuseum der Bayerischen Geschichte soll nach dem Willen der Staatsregierung in Regensburg gebaut werden. Der Ministerrat habe sich "unter sehr vielen guten Bewerbungen für die beste entschieden", sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in München. Das Museum solle ein "Flaggschiff für die bayerische Identität" werden.

Heubisch betonte, die Regensburger Bewerbung habe aus städtebaulicher, musealer, historischer und wirtschaftlicher Sicht überzeugt. Jetzt müssten Verhandlungen zur weiteren Realisierung des Hauses geführt werden. Eine Eröffnung des Museums ist für das Jahr 2018 zum 100-jährigen Bestehen des Freistaats Bayern geplant.

Die Entscheidung für die Welterbestadt war im Vorfeld allgemein erwartet worden, nachdem ein von der Staatsregierung einberufener Expertenbeirat einstimmig empfohlen hatte, das Museum in Regensburg zu bauen. Heubisch sagte, als "älteste Hauptstadt" Bayerns und spätere Reichsstadt besitze Regensburg eine herausragende Bedeutung für das ganze Land.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) betonte, die "Gesamtbetrachtung" habe den Ausschlag für Regensburg gegeben. Es habe "ausnahmslos erstklassige Bewerbungen" gegeben. Letztlich sei die Entscheidung auf Regensburg gefallen, "was ich für meine Heimatstadt Ingolstadt bedaure", sagte Seehofer. Ingolstadt hatte sich wie 24 weitere Städte in Bayern, darunter Nürnberg und Augsburg, als Standort für das neue Haus beworben.

Nach den Worten von Europaministerin Emilia Müller (CSU) wurde Regensburg für ein "städtebaulich und wirtschaftlich rundum überzeugendes Konzept" belohnt. "Heute ist ein großer Tag für Regensburg und die gesamte Oberpfalz", sagte die Ministerin.

Das neue Haus soll auf dem sogenannten Donaumarkt, einem bislang unbebauten Areal in unmittelbarer Nachbarschaft zur historischen Altstadt von Regensburg, entstehen. Die Kosten für Bau und Ausstattung des neuen Museums sind Heubisch zufolge auf 61,5 Millionen Euro veranschlagt. Dem Konzept zufolge ist ein energie-autarkes Haus mit rund 10.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche geplant. Die Stadt Regensburg werde sich maßgeblich an den Kosten beteiligen, sagte der Minister.

Der Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger (CSU) sagte am Mittwoch, er sei "sehr dankbar" für die Entscheidung des Kabinetts: "Regensburg steht für Bayern wie keine andere Stadt." Bei den weiteren Verhandlungen mit dem Freistaat um die Realisierung des Museums seien noch schwierige Etappen zu meistern, betonte Schaidinger. Er sei aber zuversichtlich, dass alle noch offenen Fragen geklärt werden können.

Schaidinger zufolge soll 2013 der erste Spatenstich für das Museum der Bayerischen Geschichte gesetzt werden. Bereits Anfang 2012 könne ein Architektenwettbewerb auf den Weg gebracht werden.

Die SPD im Bayerischen Landtag begrüßte die Entscheidung des Kabinetts. SPD-Kulturexpertin Isabell Zacharias sagte, das geplante Museum sei "eine wunderbare Chance" für die Stadt. Das neue Haus müsse ein "echtes Demokratiezentrum" werden, sagte Zacharias weiter. Sie forderte eine Beteiligung der Landtagsfraktionen an der inhaltlichen Konzeption des Landesmuseums.

FDP-Kulturexpertin Julika Sandt zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Entscheidung des Kabinetts. Die Stadt besitze eine immense historische Bedeutung. "Mit dem Einzug des Museums an den Regensburger Donaumarkt schließt sich hier der Kreis", sagte Sandt.

Kritik an der Vergabepraxis übten Freie Wähler (FW) und Grüne. Der FW-Abgeordnete Michael Piazolo kritisierte, dass der Kulturausschuss des Landtags bei der Entscheidung ausgebootet worden sei. Stattdessen hätten die Regierungsfraktionen die Standortwahl in den eigenen Reihen "durch Flüsterpost" getroffen. Regensburg sei dennoch eine gute Wahl, betonte Piazolo.

Auch der kulturpolitische Sprecher der Grünen, Sepp Dürr, monierte das "undemokratische" Vorgehen der Staatsregierung. "Wir kritisieren nicht, dass die Wahl auf Regensburg gefallen ist. Aber das Verfahren muss transparent sein", sagte Dürr.

CSU-Fraktionschef Georg Schmid nannte die Kritik der Opposition kleinlich. Es sei ein Erfolg, dass der Freistaat ein weiteres Museum baue, während andere Länder Museen schließen müssten. "Ganz Bayern hat heute gewonnen", betonte Schmid.

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