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    Linke Szene erinnert an Hausräumung vor einem Jahr in Berlin

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    Linke Szene erinnert an Hausräumung vor einem Jahr in Berlin

    02.02.2012, 15:39 Uhr | dapd

    Linke Szene erinnert an Hausräumung vor einem Jahr in Berlin.

    Mit einer Mahnwache ist am Donnerstag an die Räumung des alternativen Wohnprojektes Liebig 14 in Berlin-Friedrichshain vor einem Jahr erinnert worden. Die Proteste blieben zunächst friedlich, wie eine Sprecherin der Berliner Polizei auf dapd-Anfrage sagte. Es gebe keinerlei Hinweise auf mögliche Störungen. Die ehemaligen Bewohner und einige Sympathisanten verschiedener linker Gruppen trommelten stundenlang gegenüber dem Gebäude auf Töpfen und Pfannen.

    Die Polizei war mit Dutzenden Wagen im Einsatz. Das Gebäude selbst riegelten die Beamten ab. "Wir sind auf alles vorbereitet", betonte die Sprecherin. Die Mahnwache war den Angaben zufolge von 10.00 bis 18.00 Uhr angemeldet. Am Abend sollte ein Konzert in der ehemaligen Galiläakirche in der Rigaer Straße, unweit der Liebigstraße 14, stattfinden.

    Auf einem Plakat, das über der Liebigstraße hing, stand zu lesen: "Polizeiaktionen werden uns nicht auseinanderreißen". Grabsteine aus Pappe wurden aufgestellt. Die Zahl der Teilnehmer an der Mahnwache stieg bis zum Nachmittag auf etwa 60. Sie harrten bei eisiger Kälte aus, einige tanzten und spielten auf Musikinstrumenten.

    Auf Flugblättern beklagten die ehemaligen Bewohner steigende Mieten in Friedrichshain, weil Mieter bereit seien, "so viel zu bezahlen". "Ärmere Anwohner werden laufend aus dem Bezirk verdrängt", hieß es weiter. Den Einsatz der Polizei vor einem Jahr bezeichneten sie als unverhältnismäßig. 2.500 Beamten waren bei der Räumung am 2. Februar 2011 im Einsatz - nicht zuletzt deshalb, weil es bei Demonstrationen zuvor zu Ausschreitungen gekommen war.

    Für die ehemaligen Bewohner hat die Polizeiaktion indes keine juristischen Konsequenzen mehr. Nach Angaben von Anwalt Max Althoff, der den Verein "Liebig 14" vertritt, wurden Verfahren wegen Hausfriedensbruchs eingestellt. Nach seinen Worten war die Räumung illegal und hätte unter diesen Umständen nicht durchgeführt werden dürfen.

    Nach Einschätzung der ehemaligen Bewohner wächst der Widerstand in Berlin gegen hohe Mieten und Verdrängung. Die Räumung habe eine Protestwelle ausgelöst. Für kommenden Samstag (4. Februar) ist in Friedrichshain eine "Zombie Parade" geplant. Am vergangenen Wochenende war es bei einer Demonstration linker Gruppen gegen eine Konferenz der Rüstungsindustrie und einen Polizeikongress zu Ausschreitungen gekommen.

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