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Hamburger Bauaufsicht hält Dach der Elbphilharmonie für sicher

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Hamburger Bauaufsicht hält Dach der Elbphilharmonie für sicher

07.02.2012, 17:20 Uhr | dapd

Hamburger Bauaufsicht hält Dach der Elbphilharmonie für sicher.

Der Baustopp am Saaldach der Hamburger Elbphilharmonie könnte schon bald ein Ende haben. Die vorhandene Konstruktion ist sicher. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest die Bauaufsicht der hanseatischen Stadtentwicklungsbehörde und der von ihr beauftragte Prüfingenieur, wie ein Sprecher der Behörde am Dienstag mitteilte. Die Konstruktion, einschließlich der vorgesehenen Belastungen und Auflagerungen, entspreche den technischen Baubestimmungen. Der Baukonzern Hochtief hatte mehrfach die Tragfähigkeit angezweifelt.

Die Elbphilharmonie ist seit Jahren Streitobjekt zwischen der Stadt Hamburg und Hochtief. Ursprünglich war für die Stadt ein Kostenanteil von 77 Millionen Euro veranschlagt worden. Auch der Eröffnungstermin wurde seit der Grundsteinlegung im April 2007 stets verschoben. Mittlerweile ist die Belastung für den Steuerzahler auf 323,5 Millionen Euro gestiegen. Neuester Übergabetermin ist laut Hochtief nicht vor November 2014.

Die Elbphilharmonie Bau KG nimmt für die Stadt die Bauherrenfunktion bei dem Prestigeprojekt wahr. Als Vertragspartner fungiert die Adamanta KG - ein Konsortium aus Hochtief und der Commerz Real AG. Der jahrelange Streit um das Prestigeprojekt hat zudem zu einem juristischen Kräftemessen zwischen der Stadt und Hochtief geführt. Vor dem Landgericht der Hansestadt geht es derzeit sowohl um eine Schadenersatz-Klage als auch um das Abwenden der Zahlung einer Vertragsstrafe in Höhe von 40 Millionen Euro.

Bezüglich des Saaldachs hatte ein Gutachter von Hochtief Ende September 2011 Bedenken an der Sicherheit geäußert. Die Bauaufsichtsbehörde prüfte seither, ob die bisherigen Baugenehmigungen ordnungsgemäß zustande gekommen sind oder ob sich Anhaltspunkte für eine Revision der genehmigten Pläne ergeben. Letzteres sei nach dem jetzt vorliegenden Ergebnis nicht der Fall, hieß es aus der Behörde. Die von Hochtief behauptete Überlastung sei nicht nachvollziehbar. Aus Sicht der Behörde bestehen keine Hindernisse für eine Wiederaufnahme der Arbeiten.

Der Baukonzern Hochtief hält indes an seiner Einschätzung fest. Die Bedenken des Unternehmens gegen die Statik seien bis heute nicht ausgeräumt, teilte Hochtief-Sprecher Bernd Pütter in Essen mit. Die Gutachter des Unternehmens kämen in zahlreichen Simulationen und Berechnungen zu dem Ergebnis, dass für die Stahl-Beton-Konstruktion die geforderten Sicherheiten nicht nachgewiesen werden könnten.

Vor diesem Hintergrund kann laut Hochtief eine Gefahr für die Sicherheit nicht ausgeschlossen werden. Auch Folgeschäden wie etwa Risse in der Konstruktion und im Ausbau seien möglich. Mit dem nun vorliegenden Ergebnis der Bauaufsichtsbehörde seien die Bedenken nicht ausgeräumt. "Wir sind trotzdem bestrebt, die Arbeiten am Dach so schnell wie möglich wieder aufzunehmen und prüfen dazu alle Optionen und Haftungsfragen", sagte Pütter.

Auch aus Sicht der Elbphilharmonie Bau KG waren die Bedenken von Hochtief "immer unbegründet". "Wir sind sehr erfreut über die Entscheidung der Bauaufsichtsbehörde", sagte Heribert Leutner, Geschäftsführer der städtischen Realisierungsgesellschaft ReGe. Die ReGe geht davon aus, dass Hochtief "nunmehr seine Verweigerungshaltung aufgibt und zügig die Arbeiten am Saaldach wieder aufnimmt".

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