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Chemnitzer protestieren gegen Neonazi-Aufmarsch

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Chemnitzer protestieren gegen Neonazi-Aufmarsch

01.03.2012, 21:23 Uhr | dapd

Chemnitzer protestieren gegen Neonazi-Aufmarsch.

Ein breites Bündnis hat zum Protest gegen einen geplanten Neonazi-Aufmarsch in Chemnitz am 67. Jahrestag der Zerstörung der Stadt durch alliierte Bomber aufgerufen. Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) rief am Donnerstag zur Teilnahme an einer Kranzniederlegung am Montagmorgen (09.00 Uhr) auf dem Städtischen Friedhof auf. Die Stadt bette die Erinnerung an die Zerstörung und das Gedenken an die Opfer in den Chemnitzer Friedenstag ein, der immer am 5. März begangen werde, sagte Ludwig.

Ludwig hat sich an die Spitze eines breiten Bündnisses aus demokratischen Parteien, Organisationen, Kirchen und Vereinen gestellt. Das Bündnis will am Montagnachmittag gegen Nazis in Chemnitz demonstrieren. Die SPD-Politikerin erinnerte daran, dass der Zweite Weltkrieg von Deutschland ausgegangen sei.

In Chemnitz werden am Montag mehrere hundert Neonazis zu einem Aufmarsch erwartet. Britische und amerikanische Bomber hatten am 5. März 1945 weite Teile der Stadt in Schutt und Asche gelegt.

Nach Angaben der Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag widmen sich rund 20 Veranstaltungen dem Erinnern an Ursachen und Opfer des Krieges und den Lehrern für die heutige Generation. Bereits für Freitag sei der Jenaer Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) zu einer Diskussion über die Auseinandersetzung mit Neonazis eingeladen. Am Sonntag wird zum neunten Mal der Chemnitzer Friedenspreis verliehen. Am Montag seien zahlreiche Aktionen vor dem Rathaus geplant, teilte die Arbeitsgruppe mit.

Der Grünen-Landesvorsitzende Volkmar Zschocke rief ebenfalls zum Widerstand gegen den geplanten NPD-Aufmarsch auf. Gerade in Südwestsachsen sei starker Protest besonders wichtig, sagte Zschocke am Donnerstag in Chemnitz. Eine rechtsextreme Unterstützungsstruktur existiere bis heute in der gesamten Region, sagte er mit Bezug auf die auch in Chemnitz tätig gewesene Zwickauer Terrorzelle NSU. Nur mit breiten Protesten sei zu verhindern, dass jedes Jahr mehr Nazis aufmarschierten.

Zschocke appellierte an die Polizei, friedliche Gegendemonstranten nicht zu behindern. "Alle Formen friedlicher Protestversammlungen müssen möglich sein - auch symbolische Straßenbesetzungen und friedliche Blockaden. Die Versammlungsfreiheit darf nicht einseitig zugunsten des Naziaufmarsches eingeschränkt werden", sagte Zschocke.

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