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Chemnitzer setzen friedliche Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz

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Chemnitzer setzen friedliche Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz

05.03.2012, 22:48 Uhr | dapd

Chemnitzer setzen friedliche Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz.

Mehrere Tausend Chemnitzer haben am Montag beim Chemnitzer Friedenstag ein klares Zeichen für Frieden und Demokratie und gegen Rechtsextremismus gesetzt. Nach einem Sternmarsch von sechs Kirchen aus stellten viele Teilnehmer vor dem Rathaus Kerzen zur Erinnerung an die Zerstörung der Stadt vor 67 Jahren und zum Gedenken an die Opfer auf. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) wertete die Teilnahme von nach Stadtangaben mehr als 2.000 Menschen an der zentralen Kundgebung als "Zeichen für ein friedliches, weltoffenes, buntes und tolerantes Chemnitz, in dem kein Platz für Nazis ist", wie sie sagte.

Bei der Kranzniederlegung auf dem Städtischen Friedhof am Vormittag hatte Ludwig daran erinnert, dass deutsche Flugzeuge und Soldaten Städte wie Manchester und Stalingrad, heute Partnerstädte von Chemnitz, zerstört hatten. "Zum Erinnern und Gedenken gehört Wissen", sagte Ludwig. Die heutige Generation brauche es, um einen Missbrauch des Gedenkens auf keinen Fall zuzulassen.

Kulturbündnis kritisiert Demo-Auflagen

Unter dem Motto "Den Nazis entgegenstellen" protestierten ab dem späten Nachmittag mehr als 1.000 Menschen auf dem Innenstadtring gegen die ideologische Vereinnahmung des Jahrestages durch Rechtsextremisten. Begleitet wurden die vorwiegend jugendlichen Demonstranten von lautstarken Klängen der bundesweit erfolgreichen Chemnitzer Band "Kraftklub".

Die Veranstaltung fand unter massiven Auflagen und Sicherheitsvorkehrungen statt. Wie ein Sprecher des mitveranstaltenden Kulturbündnisses kritisierte, sei dies nicht vereinbar mit dem Recht auf Versammlungsfreiheit. Anti-Neonazi-Initiativen würden in Sachsen behindert. Dafür dürften Neonazis in Chemnitz seit Jahren am 5. März demonstrieren.

Noch vor einem Jahr war der NPD ein "Trauermarsch" auf dem Innenstadtring genehmigt worden. Diesmal durfte sie Kundgebung und Aufzug erst am Abend in der völlig abgeriegelten südlichen Innenstadt und im Stadtteil Bernsdorf durchführen. Beobachter schätzten bis zu 350 NPD-Marschierer. An wenigen Punkten der Strecke war eine Begegnung mit den Gegendemonstranten auf Sicht- und Hörweite möglich.

Glockengeläut zum Abschluss

Der Chemnitzer Friedenstag klang mit einem Gedenkgeläut der Kirchenglocken um 21.00 Uhr aus. Um diese Zeit vor 67 Jahren kündigte sich der schwerste Bomberangriff der Alliierten auf die Stadt an. Die Folge waren 2.100 Tote und eine zu 80 Prozent zerstörte Innenstadt. Zwischen 6. Februar und 11. April 1945 kamen insgesamt rund 4.000 Menschen ums Leben.

Wie ein Polizeisprecher am Abend auf dapd-Anfrage sagte, wurden bis 21.00 Uhr keine Störungen gemeldet. Das auf Deeskalation ausgerichtete Einsatzkonzept sei aufgegangen. Der Polizeieinsatz sollte bis zum Ende der NPD-Veranstaltung um 22.00 Uhr dauern.

(www.chemnitz.de)

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