30.04.2012, 13:59 Uhr | dapd
Die Linke-Fraktion im Magdeburger Landtag kritisiert Pläne der Landesregierung zu Schulschließungen. Der Bildungspolitiker Matthias Höhn widersprach am Montag Aussagen, wonach vor allem kleinere Grundschulen wegen weiter sinkender Schülerzahlen geschlossen werden müssten. "Das ist schlicht unwahr." Die Schülerzahlprognosen der Landesregierung gäben dies nicht her. Vielmehr sei die Schülerzahl in Sachsen-Anhalt nach diesen Prognosen bis 2019/20 vergleichsweise stabil. Höhn kündigte an, das Thema Schulentwicklungsplanung auf die Tagesordnung der nächsten Landtagssitzung zubringen.
"Wir müssen unser Schulnetz noch ein Stückchen optimieren und eine sinnvolle Balance hinbekommen - ohne dass die Kinder überlang in den Bussen sitzen müssen", sagte Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Montagausgabe). Wegen geringer Schülerzahlen könnte damit etwa 60 der 505 öffentlichen Grundschulen in Sachsen-Anhalt in den nächsten Jahren das Aus drohen.
87 Grundschulen haben nach Angaben des Blattes derzeit weniger als 60 Schüler. Für Grundschulen, die von Gemeinden getragen werden, ist eine Mindestschülerzahl von 60 vorgeschrieben. Ausnahmen sind nur dann erlaubt, wenn die betroffene Schule die einzige in dem Ort ist.
Quelle: dapd
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