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Tschechische Radfahrer auf dem Weg nach Lidice

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Tschechische Radfahrer auf dem Weg nach Lidice

22.06.2012, 16:02 Uhr | dapd

Tschechische Radfahrer auf dem Weg nach Lidice.

Am Freitagmorgen haben sich zwei tschechische Radfahrer auf eine Gedenkfahrt für die Opfer des Nationalsozialismus begeben. Die Männer starteten gegen 6.45 Uhr vom ehemaligen Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (Oberhavel) auf eine 730 Kilometer lange Fahrt nach Tschechien. Sie gehören zu einer Staffel von rund 15 Radlern, die auch die Nächte durchfahren werden, um bei ihrer Reise über Lidice am Sonntag in Lezaky einzutreffen.

"Die Menschen fahren für ein Gedenken und Erinnern an die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft", sagte eine Sprecherin der Gedenkstätte Ravensbrück. "Sie fahren aber auch für ein friedvolles Zusammenleben der Völker. Die beiden tschechischen Dörfer Lidice und Lezaky wurden nach einem Attentat auf den Stellvertretenden Reichsprotektor von Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich, als Racheaktion am 27. Mai 1942 von den Nationalsozialisten völlig zerstört.

Während Frauen und Kinder aus den Häusern getrieben und verschleppten wurden, exekutierten die Nationalsozialisten die Männer. Ihre Häuser wurden angezündet und das Dorf dem Erdboden gleich gemacht. Allein in Lidice starben 340 Menschen bei dem Massaker. 196 Frauen wurden anschließend in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück gebracht, weshalb dort die Gedenkfahrt beginnt.

Nach Angaben der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten findet eine solche Fahrradstaffel in Tschechien schon seit mehreren Jahrzehnten rund um Lidice und Lezaky statt. Anlässlich des 70. Jahrestages der Zerstörung ist die Fahrt aber zum ersten Mal auf deutschen Boden ausgeweitet worden. Erste Station nach der Gedenkstätte Ravensbrück ist Wesenberg. An dem Ort war es damals fünf tschechischen Frauen gelungen, aus den sogenannten Todesmärschen zu fliehen.

"Die Route zeichnet in gewisser Weise jene Wege der Frauen nach, die sie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von Deutschland in ihr Heimatland genommen haben", sagte die Sprecherin der Gedenkstätte. Dabei kämen die Fahrer an insgesamt 55 Orten vorbei, an denen sie jeweils eine Schleife der Stadt für das Staffelholz erhalten.

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