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Kraftstoffdiebe schlagen immer häufiger zu

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Kraftstoffdiebe schlagen immer häufiger zu

22.09.2012, 14:17 Uhr | dapd

Kraftstoffdiebe schlagen immer häufiger zu.

Sie schleichen nachts an Brummis und pumpen Diesel ab. Oder sie schrauben gestohlene Kennzeichen an ihre Autos, tanken und fahren einfach weiter, ohne zu zahlen. Wenn der Kraftstoff teuer ist, greifen Kraftstoffdiebstahl und Tankbetrug um sich - auch im Südwesten. Beim Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg (VSL) beispielsweise ist man sich sicher, dass im Südwesten die Diebstähle auf Parkplätzen zunehmen: "Das ist definitiv ein Thema, dass an Bedeutung gewinnt, weil die Preise an den Tankstellen stetig klettern", sagt Andrea Maroni vom VSL, der die Interessen von rund 450 Spediteuren in Baden-Württemberg vertritt.

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"Bei einem vollen 600-Liter-Tank verursachen die zumeist organisierten Täter immerhin einen Schaden von mehr als 900 Euro, wenn man den aktuellen Dieselpreis zugrunde legt", gibt Marongiu zu bedenken. Statistiken gebe es nicht. Von den Spediteuren sei aber oft zu hören, dass die Delikte zugenommen hätten.

Anders als in manchen europäischen Ländern liefen solche Raubzüge in Baden-Württemberg bisher ohne Gewalt ab; dennoch rate er Truckern davon ab, nachts aus dem Wagen zu steigen, wenn sich eine Bande von Spritdieben am Tank zu schaffen mache. "Die meisten Spediteure gehen damit nicht an die Öffentlichkeit. Sie fürchten, Nachahmer zu motivieren", sagt der Verbandssprecher.

Ähnlich geht es vielen Tankstellenpächtern im Südwesten. Auch sie müssen immer wieder Verluste durch trickreiche Benzin- oder Dieseldiebe hinnehmen. "Das ist ein Problem, mit dem wir uns seit Jahren mal mehr oder weniger herumschlagen müssen", berichtet ein Tankstellenpächter aus dem Rhein-Neckar-Raum.

Tankstellenpächter verzichten teils auf Anzeige

Der Pächter will seinen Namen nicht nennen, weil er fürchtet, Betrüger könnten gezielt seine Tankstelle für Raubzüge aussuchen. Wie er sagt, gibt es nicht nur Tankbetrügereien im großen Stil, manchmal würden auch nur Beträge von 20 Euro geprellt. Der Zeitaufwand für die Einleitung einer strafrechtlichen Verfolgung sei aber so groß, "dass man es manchmal lässt", räumt er ein.

Dass Pächter aufgrund des Aufwands Tankbetrügereien nicht melden, kann Ullrich Gutting zwar nachvollziehen. Aber der Geschäftsführer des Mannheimer Unternehmens Minera Kraftstoffe gibt zu bedenken, dass dies die Betrüger ermutige. Das Familienunternehmen, das seit den 1920er Jahren im Geschäft ist, betreibt in Deutschland fast 90 Tankstellen, etwa die Hälfte davon in Südwestdeutschland. Wie Gutting sagt, gibt es bei Minera zwar ebenfalls keine Statistiken zu dem Thema, indes sei es nicht von der Hand zu weisen, dass die Betrügereien zunähmen, wenn der Spritpreis steige.

Ermittler vermuten hohe Dunkelziffer

Nach Angaben des baden-württembergischen Landeskriminalamtes (LKA) haben sich auch jene Fälle signifikant erhöht, in denen beispielsweise Dieselkraftstoff von Fahrzeugen oder Maschinen abgezapft wurde. Waren es 2009 noch landesweit 760 Fälle, denen die Polizei nachging, lag die Zahl 2011 schon bei 1.780. Die Aufklärungsquote liegt bei gerade einmal 7,6 Prozent, heißt es von der Polizeibehörde. Im Gegensatz dazu sind die Fälle von abgezapftem Benzin von 2009 mit landesweit 500 erfassten Fälle bis 2011 mit 365 Delikten nach LKA-Angaben gesunken.

Beim Tankbetrug ist die Anzahl der gemeldeten Fälle 2011 leicht gestiegen. So hat die Polizei insgesamt 8.400 Fälle verzeichnet, die Aufklärungsquote lag bei 46 Prozent. In den beiden Vorjahren wurden landesweit jeweils 8.000 Fälle zur Anzeige gebracht, wie es vom LKA heißt. "Dass es eine große Dunkelziffer gibt, können wir allerdings nicht ausschließen", sagt ein Sprecher der Behörde.

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