Startseite
Sie sind hier: Home > Nachrichten > Regionales > Baden-Württemberg: News, Polizeimeldungen und Videos >

FDP: Dirk Niebel überraschend zum Spitzenkandidat der Südwest-FDP gekürt

...

Überraschende Wende im Streit um FPD-Spitzenplatz

19.11.2012, 09:57 Uhr | dpa

Überraschende Wende im Streit um FPD-Spitzenplatz. Niebel statt Homburger Spitzenkandidat der baden-württembergischen FDP (Quelle: dpa)

Niebel statt Homburger Spitzenkandidat der baden-württembergischen FDP (Quelle: dpa)

Überraschende Wende im Poker um den Spitzenplatz der Südwest-FDP für die Bundestagswahl: Anstelle einer Kampfabstimmung zwischen Landeschefin Birgit Homburger und dem früheren Landesvorsitzenden und Wirtschaftsminister Walter Döring haben sich die baden-württembergischen Liberalen für Entwicklungsminister Dirk Niebel entschieden.

Zuvor hatte Homburger auf der Landesvertreterversammlung am Samstag in Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) ihre Kandidatur überraschend zurückgezogen und Niebel als Spitzenkandidat vorgeschlagen. Damit war auch Döring gezwungen zu verzichten, da er dies im Falle von Niebels Kandidatur in Aussicht gestellt hatte.

Niebel erhielt 331 von 390 gültigen Stimmen und schlug daraufhin Homburger für den zweiten Listenplatz vor. Homburger wurde mit 255 Stimmen und 127 Gegenstimmen auf den zweiten Platz gewählt.

Zuvor war die Aussprache in eine regelrechte Schlammschlacht ausgeartet, so dass Homburger die Bremse zog: "Ich wäre bereit auf Platz zwei zu gehen und Dirk Niebel auf Platz eins vorzuschlagen", sagte sie. Damit bot sie ihren Konkurrenten Döring aus. "Mich haut nichts so schnell um. Sie werden mich erleben wie eh und je mit vollem Einsatz für die FDP", bilanzierte die 47-Jährige nach ihrer Wahl.

Niebel: Verzicht ist ehrenwert für die FDP

Niebel sagte, dass Homburger und Döring ihre eigenen Ansprüche hinter das Wohl der Partei zurückstellten, sei "ehrenwert" und stehe der FDP gut an. Er werde nun seine Arbeitsweise als Bundesminister umstellen, um mehr im Land zu sein.

In der zum Teil aggressiven Debatte hatten sich Homburger und Döring einen leidenschaftlichen Schlagabtausch geliefert. Döring begründete seine Kandidatur mit den Worten: "Ich stehe hier und kann nicht anders. Es zerreißt mich, wenn ich den Zustand unserer Partei ansehe." Die Erfolge der Partei müssten kämpferischer dargestellt werden. Er kritisierte auch, dass die Besetzung für die Landesliste bereits "festgenagelt" sei.

Homburger konterte, sie biete als Kandidatin klare Inhalte, einen Kompass, Solidität und Seriosität in den Themen und Inhalten. "Was ich nicht bieten kann und nicht will, ist permanente persönliche Profilierung zulasten der eigenen Partei." Sie habe in der vergangenen Zeit die Chance gehabt, sich auf Kosten des "eigenen Ladens" zu profilieren, aber "ich habe das nie getan". Döring nannte sie indirekt einen "Selbstdarsteller, Schaumschläger und Windmacher".

Foto-Show: Die schönsten Leserfotos aus Baden-Württemberg

Prominente Unterstützer für Homburger

Die Aussprache nutzten einige Parteimitglieder zur offenen Abrechnung mit beiden Kandidaten. Die meisten Redner unterstützten aber die Landeschefin, darunter Niebel und der FDP-Europaabgeordnete Michael Theurer, der Homburger als Kandidat für den Landesvorsitz im Mai 2011 knapp unterlegen war. In vielen Redebeiträgen wurde Döring dafür kritisiert, mit seiner kurzfristigen Kandidatur eine Art Putsch zu inszenieren.

Döring hatte im Verlauf der Debatte beklagt, dass "mit Dreck" geworfen werde. Er werde aber seine Kandidatur auf keinen Fall zurücknehmen. Homburger fügte hinzu, sie sei entsetzt wie die Debatte gelaufen sei.

Aufgrund der schlechten Umfragewerte im Bund und dem schlechtesten Wahlergebnis bei einer Landtagswahl von 5,3 Prozent, herrscht allgemeine Nervosität in der Partei. Der Führungsstil Homburgers, die als fleißig aber nicht unbedingt charismatisch gilt, stand in diesem Zusammenhang immer wieder in der Kritik.

Dass wie nach dem historischen Wahlergebnis von 14,6 Prozent 2009 wieder 15 Abgeordnete aus Baden-Württemberg in den Bundestag einziehen, erwartet kaum ein Parteimitglied. Zwar werden drei Abgeordnete nicht mehr antreten. Dennoch werden die ersten sieben Plätze mit den meisten Chancen stark umkämpft sein.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Video des Tages
Forschung bei Jaguar 
Clevere Technik soll Frontscheibe revolutionieren

Das Highlight des Assistenzsystems sind transparente Säulen im Innenraum. Video

Farbenspiel Tournee 2015 
Helene Fischer

Aufgrund der überwältigenden Nachfrage, hat sich Helene Fischer dazu entschlossen, ihre Tournee fortzusetzen. Tickets


Shopping
Shopping 
Tinten- und Druckerpatronen zum Tiefpreis kaufen

Im TÜV-geprüften Onlineshop bereits ab 2,97 € einkaufen - jetzt bei druckerzubehoer.de!

Shopping 
Jetzt eintauchen: Aquaristik-Produkte mit 10 % Rabatt*

Nur bis zum 20.12. mit dem Gutschein-Code "AQUARIUM10" sparen! bei fressnapf.de

Shopping 
Festliche Mode für alle, die mehr zu bieten haben

So verzaubern Sie in elegantem Schwarz & betonen Ihre weiblichen Kurven. zum Special

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITBAURCECILmedpexdouglas.deWENZ

Anzeige