23.11.2012, 16:52 Uhr | dapd
Abschied von einer Institution: Der an Parkinson erkrankte Kabarettist Ottfried Fischer beendet aus Unsicherheit seine Sendung "Ottis Schlachthof" im Bayerischen Fernsehen. "Der Kollege Parkinson stört am meisten durch die Unsicherheit. Und das war auch der Grund, warum wir gesagt haben: Vorsichtshalber lassen wir es ausklingen - weil man eben nie ganz sicher sein konnte, was er anstellt", sagte der 59-Jährige der "Passauer Neuen Presse" (Freitagausgabe).
Die Erkrankung habe ihn zwar nicht zum Aufhören gezwungen. "Andererseits sage ich mir: Lieber eine Woche zu früh als einen Tag zu spät", sagte Fischer. Liveauftritte empfinde er als weniger belastend. Seine jüngsten Auftritte seien sehr gelungen gewesen. "Das gibt mir viel Mut und Hoffnung, dass ich auf der Bühne noch eine Zeit lang weitermachen kann", sagte der Schauspieler.
Fischer zieht sich nach 17 Jahren von dem beliebten Kabarett-Stammtisch im Wirtshaus des Münchner Schlachthofs zurück. Nach mehr als 170 Folgen wird "Ottis Schlachthof" am (heutigen) Freitag (22.30 Uhr) letztmalig im BR ausgestrahlt. Gäste der Abschiedssendung sind langjährige Wegbegleiter wie die Kabarettisten Urban Priol, Monika Gruber, Willy Astor und Günter Grünwald.
Fischer hatte 2008 öffentlich gemacht, dass er an der Parkinson leidet. Die Krankheit ist auch als Schüttel- oder Zitterlähmung bekannt. Die Betroffenen leiden an Muskelstarre, verlangsamten oder ruckartigen Bewegungen, Zittern und einer instabilen Haltung.
Quelle: dapd
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