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Sächsischer Glühwein liegt zur kalten Jahreszeit voll im Trend

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Sächsische Glühweine liegen zur kalten Jahreszeit voll im Trend

07.12.2012, 15:41 Uhr | dapd

Sächsische Glühweine liegen zur kalten Jahreszeit voll im Trend.

 

Wer über die sächsischen Weihnachtsmärkte bummelt, kann immer häufiger Glühwein aus heimischen Gefilden entdecken. Obwohl die Erntemengen an den Elbhängen sehr begrenzt sind, verarbeiten einige Betriebe einen kleinen Teil ihrer Ernte zu Winzerglühwein. Der wird auf den Weihnachtsmärkten in größeren Städten und auf kleinen Familienmärkten direkt in den Weingütern ausgeschenkt.

"Der Trend zu sächsischem Glühwein hat schon vor einigen Jahren begonnen", erinnert sich Winzer Karl-Friedrich Aust aus Radebeul. Der mit ihm befreundete Sommelier und Weinbergbesitzer Frédéric Fourré habe damals in einem Dresdner Spitzenhotel ein Glühweinrezept mit weißen Weinen entwickelt, sagt Aust.

Weißwein ist auf sächsischen Rebflächen dominierend, wurde für Glühwein seinerzeit aber nicht verwendet. Inzwischen bieten Aust und Fourré auf dem Weihnachtsmarkt in Altkötzschenbroda einträchtig nebeneinander jeweils eigene Winzerglühweine an - natürlich aus Weißweinen. 500 Liter von seinen insgesamt 25.000 Litern hat Aust für den Glühwein reserviert, zumeist nutze er einen Cuvee aus Riesling, Kerner und Müller-Thurgau.

"Ein altes Rezept mit 18 Gewürzen sorgt für das besondere Aroma", betont der Winzer. Immer mehr Weinfreunde erwarteten in der Adventszeit einfach Glühwein aus der Region. Wie inzwischen einheimische Federweißer zur Lesezeit gehöre auch ein heißes Weingetränk zur Adventszeit, sagt Ulrike Schröter, Sprecherin des Staatsweinguts Schloss Wackerbarth.

Strenge Glühweinrichtlinien

Wegen der strengen Glühweinrichtlinien der Europäischen Union nennt Wackerbarth seine eigene Kreation jedoch "Weiß & heiß", um den Begriff Glühwein zu vermeiden. Das Heißgetränk bestehe unter anderem aus eigenen Weinen, Traubensaft und einem Schuss Orangenlikör.

Angeboten wird es im Staatsweingut, auf dem Dresdner Striezelmarkt sowie in Chemnitz und Zwickau. Schröter sagt, "die Grundweine sind Müller-Thurgau sowie Solaris". 20.000 Liter würden in diesem Jahr heiß getrunken.

Rund 2.000 Liter Winzerglühwein schenkt die Sächsische Winzergenossenschaft Meißen auf verschiedenen Märkten aus. Als Grundwein diene sächsischer Landwein, sagt Unternehmenssprecherin Manja Licht: "Wir sehen uns als Vorreiter des sächsischen Winzerglühweins." Die Genossenschaft habe erstmals 2004 weißen sächsischen Winzerglühwein präsentiert.

Das Weingut Höflößnitz aus Radebeul bietet erst seit 2009 Glühwein an. Allerdings reiche die Ertragsmenge des Guts insbesondere nach größeren Witterungsschäden auf den Rebflächen vor drei Jahren derzeit nicht aus, um eigene Weine dafür zu verwenden, erklärt Geschäftsführer Jörg Hahn. Deshalb kaufe er ökologisch angebaute deutsche Qualitätsweine der Sorten Müller-Thurgau und Scheurebe extra zu.

Winzer suchen Nischenprodukte

Der Glühwein der Hoflößnitz, der in Dresden und Radebeul ausgeschenkt sowie auch in Flaschen verkauft wird, bestehe zu 98 Prozent aus diesem Cuvee. Der Grundwein sei verfeinert mit natürlichem Traubensaftkonzentrat und abgeschmeckt mit erzgebirgischen Gewürzen. Hahn sagt, immer mehr Winzer suchten Nischenprodukte - zu denen er Glühwein zählt - als kleine Zusatzgeschäfte.

Schloß Proschwitz in Zadel bei Meißen wiederum setzt auf Exklusivität und verkauft seinen roten Glühwein, dessen Beeren ausschließlich von eigenen Rebflächen stammen, fast nur in Flaschen. Es werden nach Angaben von Marketingleiter Philipp Kunstmann im Barrique ausgebauter Dornfelder, Regent oder Spätburgunder dafür genutzt, die jeweils auch einzeln als Weine den recht hohen Ansprüchen des Guts genügten.

Das Rezept für den eingekochten Sud edler Zutaten, der für das passende Glühweinaroma sorge, stamme von Sternekoch Mario Pattis und sei exklusiv für Proschwitz entwickelt worden.

Das Deutsche Weininstitut bestätigt, Winzerglühwein auf der Basis heimischer Weine sei "in". Glühwein der Winzer sind demnach auf immer mehr Weihnachtsmärkten zu finden. Als Grundweine empfiehlt das Weininstitut fruchtbetonte rote Sorten oder weiße Weine mit dezenter Säure.

Doch nicht für alle sächsischen Winzer ist Glühwein ein praktikables Zusatzgeschäft. "Wir haben einfach nicht genügend eigenen Wein dafür übrig", sagt Matthias Schuh vom Weingut Schuh in Sörnewitz. Für den Familienbetrieb käme es jedoch generell nicht infrage, Weine aus anderen Anbaugebieten zuzukaufen. Deshalb verzichte er auf Glühwein.

 
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