07.12.2012, 22:21 Uhr | dapd
Strategien gegen den Bahnlärm im Rheintal soll künftig ein "Beirat leiseres Mittelrheintal" erarbeiten. Das am Freitag in Kamp-Bornhofen gegründete Gremium besteht aus Vertretern der Bahn, betroffener Kommunen, der rheinland-pfälzischen und hessischen Landesregierungen und von Bürgerinitiativen, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Ziel sei die Reduzierung des Schienenlärms im Mittelrheintal.
Den Vorsitz hat den Angaben zufolge die Lärmschutzbeauftragte der Deutschen Bahn, Ines Jahnel, inne. Ihre Stellvertreter sind der Vorsitzende der "Bürgerinitiativen im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn", Willi Pusch, und der Vorsitzende der Initiative "Pro Rheintal", Frank Gross.
In dem Beirat sollen auch Forderungen nach Geschwindigkeitsbegrenzungen für Güterzüge, einem Nachtfahrverbot und leiseren Bremsen diskutiert werden. Konkretere Pläne sollen bis zum Spätsommer 2013 vorliegen.
Bahnchef Rüdiger Grube erklärte: "Für die Deutsche Bahn ist die Reduzierung des Schienenverkehrslärms eines der zentralen Unternehmensziele." Im Dialog mit den Anwohnern sollten wirksame Maßnahmen für die beiden Rheinstrecken identifiziert und deren Finanzierung gesichert werden. Es müsse eine Akzeptanz für den umweltfreundlichen Güterverkehr auf der Schiene geschaffen werden,
Der rheinland-pfälzische Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass das Land 21 Millionen Euro aus einem Sonderprogramm des Bundes für den Lärmschutz am Mittelrheintal bekommt. Lewentz kritisierte aber erneut, dass es noch kein funktionierendes System für lärmabhängige Trassenpreise gebe.
Quelle: dapd
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