17.12.2012, 10:50 Uhr | dapd
Die CSU-Führung will die Diskussion über die Attacken von Parteichef Horst Seehofer auf prominente Unionspolitiker beenden. Bei Beratungen der sogenannten Jour-Fixe-Runde der CSU gab es am Samstag in München keine Kritik an Seehofer, wie die Nachrichtenagentur dapd am Sonntag aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Vielmehr sei konstruktiv über Themenschwerpunkte im nächsten Jahr gesprochen worden.
An den regelmäßigen Jour-Fixe-Treffen nehmen unter anderem die stellvertretenden CSU-Chefs teil. Zu der Runde gehören ferner die Vorsitzenden der Berliner CSU-Landesgruppe und der bayerischen CSU-Fraktion, Gerda Hasselfeldt und Georg Schmid.
Seehofer ging am Samstag nur kurz auf den Wirbel um seine Äußerungen ein. Er verwies dabei auf die Mitteilung, die von der bayerischen Staatskanzlei am Freitag zu seinem Gespräch mit Finanzminister Markus Söder (CSU) veröffentlicht worden war. Anschließend ging die Runde den Angaben zufolge zur Tagesordnung über. Wortmeldungen habe es nicht gegeben.
Seehofer hatte am vergangenen Montag bei einer Weihnachtsfeier mit Journalisten unter anderem gesagt, Söder sei von Ehrgeiz zerfressen. Am Freitag teilte dann die Staatskanzlei mit, alle "aufgeworfenen Fragen" seien bei einem Gespräch Seehofers mit dem Finanzminister ausgeräumt worden: "Beide werden auch in Zukunft für eine gute Entwicklung Bayerns eng zusammenarbeiten."
Quelle: dapd
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