22.12.2012, 15:53 Uhr | dapd
Nach der Geiselnahme in einer Bank hat sich die Polizei in Berlin über den Täter und sein Motiv geäußert. Bei dem Festgenommenen handele es sich um einen 29-Jährigen aus Wolfsburg in Niedersachsen, teilten die Ermittler mit. "Es zeichnet sich ab, dass der Mann möglicherweise Schulden hatte", hieß es auf einer Pressekonferenz am Samstagnachmittag weiter.
Die Bombe, mit der der Mann gedroht hatte, das Bankgebäude zu sprengen, habe aus "drei Kilo Mehl" bestanden. Seine Waffe sei eine Schreckschusspistole gewesen. Dennoch habe man den Täter "in seiner Gefährlichkeit nicht unterschätzen" dürfen.
Bei den Verhandlungen habe der Geiselnehmer zunächst eine halbe Million Euro gefordert und "dann relativ zügig auf eine Million erhöht". Es sei allerdings deutlich geworden, dass er "mit der Situation selber nicht sehr glücklich" war.
Wege des Vorwurfs des erpresserischen Menschenraubes drohten dem geständigen Mann, der noch am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden sollte, 5 bis 15 Jahre Haft. Seine 40-jährige Geisel sei relativ gefasst und stabil, teilte die Polizei weiter mit .
Quelle: dapd
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