24.12.2012, 12:47 Uhr | dapd
Nach dem Ende des Dauerregens entspannt sich die Hochwasserlage in Bayern langsam. Zwar seien an Main und Donau noch leicht steigende Wasserstände zu erwarten, an Regnitz und Fränkischer Saale fielen die Pegel aber wieder, teilte der Hochwassernachrichtendienst in Augsburg mit. Dennoch komme es in weiten Teilen Frankens weiter zu Überschwemmungen. Da es bis zum Mittag des ersten Weihnachtsfeiertages in ganz Bayern trocken bleiben soll, sei mit einer weiteren Entspannung der Hochwasserlage zu rechen, hieß es.
Dauerregen und Schneeschmelze hatten am Wochenende viele Flüsse und Bäche anschwellen und über die Ufer treten lassen. Heiligabend waren noch etliche Straßen in den Landkreisen Bamberg, Kronach, Lichtenfels und Forchheim überflutet, wie die oberfränkische Polizei mitteilte. Vereinzelt liefen Keller voll. Insgesamt habe sich die Situation aber "stabilisiert", sagte ein Sprecher.
Die Polizeidirektion Mittelfranken verzeichnete nur noch wenige Überschwemmungen. In Unterfranken waren noch einige Straßen wegen der Wassermassen gesperrt. In Bad Neustadt stand am Montag ein Parkplatz unter Wasser. Angespannt war die Hochwasserlage weiter in Bad Kissingen. Dort blieb die Fränkische Saale Heiligabend im Bereich der höchsten Meldestufe 4.
Im unterfränkischen Frammersbach suchte ein Großaufgebot an Einsatzkräften in der Nacht zum Montag nach einer Person, die womöglich in die Hochwasser führende Lohr gefallen war. Ein Mann hatte gesehen, wie jemand an dem reißenden Fluss kauerte und dann plötzlich verschwunden war. Dutzende Rettungskräfte rückten aus, brachen die Suche aber nach vier Stunden ergebnislos ab. Bislang sei niemand vermisst gemeldet worden, hieß es.
Quelle: dapd
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