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Polizei und Feuerwehr in NRW rückten zu Silvester oft aus

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Polizei und Feuerwehr in NRW rückten zu Silvester oft aus

01.01.2013, 17:30 Uhr | dapd

Einen arbeitsreichen Jahreswechsel haben Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in Nordrhein-Westfalen erlebt. Zwar sei die Zahl der Einsätze in etwa auf dem Niveau des Vorjahres geblieben, teilte die Landesleitstelle der Polizei am Dienstag mit. Allerdings gab es auch einen tragischen Unfall in Recklinghausen mit einer Toten und einer lebensgefährlich Verletzten. Zudem wurde in Köln ein 39-Jähriger bei einer Messerattacke tödlich verletzt.

So registrierte die Landesleitstelle der Polizei zwischen Montagabend (18.00 Uhr) und Dienstagmorgen (6.00 Uhr) insgesamt 916 Körperverletzungsdelikte und 409 Sachbeschädigungen. Die Beamten mussten in 74 Fällen häuslicher Gewalt einschreiten und waren bei 504 Bränden im Einsatz.

Ein schwerer Unfall ereignete sich kurz nach Mitternacht in Recklinghausen. Dort hatte ein 19-jähriger Autofahrer eine 21 Jahre alte Frau und eine 14-Jährige mit seinem Pkw erfasst. Beide Opfer wurden lebensgefährlich verletzt und kamen in ein Krankenhaus. Die 21-Jährige erlag dort ihren Verletzungen. Der 19-Jährige flüchtete zunächst mit seinem Pkw vom Unfallort, stellte sich aber später der Polizei.

Laut Polizei hatten die beiden jungen Frauen auf der Straße Silvester gefeiert. Weitere Einzelheiten zum Unfallhergang wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Die Polizei stellte den Führerschein des 19-Jährigen sowie seinen Pkw sicher. Der junge Mann sollte noch im Laufe des Dienstags dem Haftrichter vorgeführt werden.

Bei Silvesterfeierlichkeiten in Köln wurde zudem ein Mann von Jugendlichen niedergestochen und tödlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, war der 39-Jährige im Stadtteil Bickendorf mit mehreren Jugendlichen aneinandergeraten. Dabei wurde offenbar mehrmals auf ihn eingestochen. Die Kontrahenten flüchteten zunächst. Zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren stellten sich aber später der Polizei. Sie wurden festgenommen. Das Opfer erlag in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Zu einem weiteren schweren Unfall kam es in Herten. Dort erfasste kurz nach Mitternacht ein 29-Jähriger mit seinem Wagen zwei junge Frauen, die sich auf der Straße aufhielten. Die 17 und 18 Jahre alten Opfer erlitten lebensgefährliche Verletzungen und wurden in Krankenhäuser gebracht. Dort stabilisierte sich der Zustand der 18-jährigen, ihre 17-jährige Begleiterin schwebte weiter in Lebensgefahr. Der Pkw-Fahrer musste mit einem Schock ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt werden. Seinen Pkw stellten die Beamten sicher. Hinweise, dass der Fahrer angetrunken war, gab es zunächst nicht.

Stark gefordert waren auch Feuerwehr und Rettungsdienste in Köln. So wurden in der größten nordrhein-westfälischen Stadt zwischen Montag- und Dienstagmorgen 720 Einsätze bewältigt. Das war in etwa auf dem Niveau der Vorjahre, wie es hieß.

Eine Silvesterrakete sorgte überdies in Viersen-Dülken für einen Brand im Anbau eines Einfamilienhauses. Dabei entstand ein Sachschaden im sechsstelligen Euro-Bereich, wie die Polizei mitteilte. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Verursacher war zunächst nicht bekannt.

Quelle: dapd

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