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Neuer Organspende-Skandal in Leipzig

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Neuer Organspende-Skandal in Leipzig

02.01.2013, 14:51 Uhr | dpa

Neuer Organspende-Skandal in Leipzig. Neuer Organspende-Skandal in Leipzig (Quelle: dapd)

Neuer Organspende-Skandal in Leipzig (Quelle: dapd)

 

Patienten warten in Leipzig auf eine Lebertransplantation - und sollen mit manipulierten Angaben auf der Warteliste nach oben gerutscht sein. Die Polizei sieht keinen Zusammenhang mit einer anderen Organspenden-Affäre in Niedersachsen.

Die in Leipzig entdeckten Manipulationen bei Organspenden haben nach aktuellem Ermittlungsstand nichts mit der Göttinger Organspenden-Affäre zu tun. "Konkrete Verbindungen sind derzeit nicht bekannt", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig, Birgit Seel, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Möglicherweise sei allerdings in Leipzig nach ähnlichen Prinzipien wie in Göttingen vorgegangen worden.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt seit Juni gegen den Ex-Leiter der Göttinger Transplantationschirurgie wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Er soll mit Hilfe eines anderen Arztes in 23 Fällen Daten so manipuliert haben, dass seine Patienten bevorzugt Spenderlebern erhielten. Auch an der vorigen Arbeitsstelle des Oberarztes in Regensburg soll es Manipulationen gegeben haben. Der Transplantationsmediziner bestreitet nach Angaben seines Rechtsanwalts Steffen Stern die Vorwürfe. "Wir haben immer noch keine Akteneinsicht erhalten", sagte der Anwalt der dpa.

Die Ermittlungen in der Göttinger Organspenden-Affäre sind schwierig. Wegen der Fülle an medizinischen Daten sei die Auswertung langwierig, sagte die Sprecherin der für Korruption zuständigen Staatsanwaltschaft Braunschweig. Frühestens Ende März sei mit den Ergebnissen zweier Untersuchungskommissionen zu rechnen.

Am Dienstag waren der Direktor des Transplantationszentrums am Universitätsklinikum Leipzig sowie zwei Oberärzte mit sofortiger Wirkung beurlaubt worden. In dem Leipziger Zentrum sollen bei Patienten, die auf Lebertransplantationen warteten, falsche Angaben gemacht worden sein, damit sie auf der Warteliste der Vergabestelle Eurotransplant nach oben rutschten.

 
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