04.01.2013, 17:23 Uhr | dapd
Die deutschen Patriot-Flugabwehrsysteme zum Einsatz in der Türkei werden am Dienstag in Lübeck-Travemünde auf ein Frachtschiff verladen. Wie die Bundeswehr am Freitag mitteilte, gehören zum Einsatzverband rund 300 Fahrzeuge und mehr als 130 Container. Ebenfalls am Dienstag fliegen die ersten rund zwei Dutzend deutschen Soldaten als Vorkommando in die Türkei.
Beladen wird das Schiff "Suecia Seaways" der dänischen Reederei DFDS. Hierbei kommt ein 2006 zwischen Deutschland und Dänemark getroffener Kooperationsvertrag zum Tragen. Am 21. Januar soll das Schiff den türkischen Hafen Iskenderun erreichen.
Deutschland, die Niederlande und die USA stellen dem NATO-Partner Türkei jeweils zwei "Patriot"-Feuereinheiten zum Schutz vor einem möglichen Raketenbeschuss aus Syrien zur Verfügung.
Die rund 350 Bundeswehrsoldaten sollen im rund 100 Kilometer nördlich der syrischen Grenze gelegenen Luftwaffenstützpunkt Kahramanmaras stationiert werden, die holländischen Truppen in Adana und die US-Soldaten in Gaziantep. Das Mandat hat laut NATO einen rein defensiven Charakter.
Den Anteil der Luftwaffe an dem Einsatz stellen hauptsächlich Soldaten der Flugabwehrraketengruppen 21 (Sanitz) und 24 (Bad Sülze) in Mecklenburg-Vorpommern.
Quelle: dapd
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