13.01.2013, 16:13 Uhr | dapd
Die Freien Wähler werfen der CSU Überheblichkeit vor. Parteichef Hubert Aiwanger wies Kritik des CSU-Fraktionsvorsitzenden Georg Schmidt zurück, wonach sich die Freien Wähler vor einer Koalitionsaussage drückten. "Mich wundert, dass sich die CSU so dafür interessiert, mit wem wir regieren wollen, wo sie doch angeblich eine eigene absolute Mehrheit hinter sich hat und immer betont, sie braucht die Freien Wähler nicht", erklärte Aiwanger am Sonntag.
Die CSU solle erst einmal selbst sagen, ob sie lieber mit den Feien Wählern oder mit Rot oder Grün zusammenarbeiten wolle. Schließlich habe Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) vor wenigen Tagen gesagt, man müsste nach der Wahl mit allen reden. Schmidt hatte Aiwanger im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd vorgeworfen, "aus machttaktischen Gründen" herumzueiern. Offensichtlich sei Aiwanger "die künftige Ausrichtung des Landes egal, solange genügend Posten für die Freien Wähler herausspringen".
Aiwanger rügte zudem die Aussage des CSU-Europaabgeordneten Manfred Weber, die Freien Wähler seien "überflüssig". Dies sei "Ausdruck der typischen CSU-Überheblichkeit". Weber hatte im "Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung" gesagt, die Freien Wähler seien eine "populistische Protestpartei" ohne Inhalte. "Sie wurden gewählt wegen Fehlern, die auch die CSU gemacht hat. Heute kann ich sagen, dass wir die Probleme gelöst haben, wie beim Breitband oder den Kommunalfinanzen. Daher sind die FW überflüssig."
Quelle: dapd
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