02.02.2013, 14:03 Uhr | dapd
Die IG Metall bringt für den gefährdeten Opel-Standort Bochum den Aufbau eines Werks für Dieselmotoren ins Spiel. In den Verhandlungen mit dem Management wolle die Gewerkschaft erreichen, dass Opel weiterhin "hochwertige" Produktionsanlagen betreibe, sagte der NRW-Chef der IG-Metall, Knut Giesler, den Zeitungen der WAZ-Gruppe.
Konkret geht es um die neue Generation von "Midsize Diesel Engines" für die Dieselflotte der Opel-Mutter General Motors (GM). "Damit nähmen wir keinem anderen Werk in Deutschland etwas weg. GM würde mit dem dafür benötigten Geld etwas aufbauen, statt nur abzuwickeln", sagte Giesler. Branchenkennern zufolge böte das Motorenwerk bis zu 500 Beschäftigten Arbeit. Etwa ebenso viele will die Gewerkschaft im Getriebewerk halten. Zusammen mit einem Teilelager könnte die von der IG Metall geforderte vierstellige Zahl an Arbeitsplätzen zusammenkommen.
General Motors plant die Schließung des Bochumer Werks. IG Metall und Opel-Vorstand wollen am kommenden Dienstag ihre Sanierungsgespräche in Bochum fortsetzen.
Quelle: dapd
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