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Mumien kommen immer häufiger zum Arzt

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Mumien kommen immer häufiger zum Arzt

14.02.2013, 13:32 Uhr | dpa

Mumien kommen immer häufiger zum Arzt. Mumien kommen immer häufiger zum Arzt (Quelle: dpa)

Mumien kommen immer häufiger zum Arzt (Quelle: dpa)

Tiefer Einblick in das Innere einer Mumie: Der altägyptische Priester Harsiese aus dem Bremer Übersee-Museum ist am Mittwoch in einem Computertomographen (CT) untersucht worden. Die Experten versprechen sich von dem Blick in den einbalsamierten Leichnam aus dem 4. Jahrhundert vor Christus zahlreiche Erkenntnisse. "Über den Menschen, über die Mumifizierungstechnik, dann kann man untersuchen, wie alt er geworden ist und ob es Krankheiten gab", sagte die Leiterin des Projekts Altägypten im Überseemuseum, Annette Felgenhauer.

Die Auswertung der Daten werde eine Weile dauern. Für die Untersuchung hatten Museumsmitarbeiter die Mumie in eine Tierklinik gebracht. Eigentlich ist das Gerät für vierbeinige Haustiere wie Hunde, Katzen oder Kaninchen gedacht. Ein CT durchleuchtet den Körper mit Strahlen und fertigt eine Vielzahl von Querschnittbildern an, auf denen Ärzte detailliert Gewebe und Knochen einschließlich krankhafter Veränderungen erkennen können.

Die CT-Untersuchung sei inzwischen auch für Museums- und Forschungszwecke bewährt, sie habe die Nachfolge des Röntgenbildes angetreten. "Wir haben vorab unsere Tiermumien ins CT geschickt", sagte Felgenhauer. Dabei seien tolle dreidimensionale Bilder herausgekommen, auf denen man viel erkennen könne. Das gehe von der Mumienwicklung bis zur Lage der Knochen. "Die gehen demnächst zur Auswertung an einen Paläozoologen."

Felgenhauer interessiert sich zum Beispiel für die Frage, ob die Mumie schon mal ausgewickelt wurde, um sie zu untersuchen. "Der Herr ist schon seit über hundert Jahren in der Sammlung." Ihre Vorgänger verfügten schließlich nicht über derart ausgereifte technische Methoden. Mumien seien oft Gegenstände beigegeben worden. Zum Beispiel Amulette, "die Übel abwehren und ein schönes Leben im Jenseits ermöglichen sollten."

Die Mumie Harsiese befindet sich seit 1897 im Bremer Museum. Sie stammt vom Heiligtum des Fruchtbarkeitsgottes von Achmim in Oberägypten.

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