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Nürburgring soll spätestens im nächsten Jahr verkauft werden

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Nürburgring soll spätestens im nächsten Jahr verkauft werden

28.02.2013, 12:35 Uhr | dapd

Nürburgring soll spätestens im nächsten Jahr verkauft werden.

Der insolvente Nürburgring muss bis zum Sommer 2014 verkauft werden, um eine drohende Schließung abzuwenden. "Wir beschreiten jetzt einen realistischen Weg, um den schlimmsten Fall zu verhindern", sagte Insolvenzverhalter Jens Lieser in Mainz. Daher würden voraussichtlich Ende März oder Anfang April in großen europäischen Zeitungen Anzeigen für den Verkauf geschaltet. Dieser werde dann in einem mit der Europäischen Kommission abgestimmten zweistufigen Prozess organisiert, fügte Lieser hinzu.

Der Sanierungsexperte betonte, dass darin auch die Interessen der Region berücksichtigt werden sollen. Genau das müsse aber in Abstimmung mit der EU geschehen. Zudem könne der Verkaufsprozess jederzeit gestoppt und die Bedingungen angepasst werden. Seinen Angaben zufolge existierten bereits jetzt fünf bis zehn potenzielle Käufer. Darunter gebe es "keinen Oligarchen oder Scheich, der den Nürburgring als private Rennstrecke betreiben will", versicherte Lieser.

Hintergrund der drohenden Schließung ist das laufende Beihilfeverfahren der EU. Die Kommission prüft, ob das Land Rheinland-Pfalz mit seinen 486 Millionen Euro Zuschüssen für die Rennstrecke und den angrenzenden Freizeitpark gegen Wettbewerbsrecht verstoßen hat. Ist dies der Fall, muss das Land alles oder einen Teil der Summe von der insolventen staatlichen Nürburgring GmbH zurückfordern. Da es eine 18-monatige Schonfrist für die Zahlung gibt, wäre dies erst im Sommer der Fall. Allerdings: Ohne Investor müsste das die insolvente Nürburgring GmbH übernehmen, die dazu nicht in der Lage sein dürfte. Daher würde die EU den Betrieb untersagen und an der Eifelrennstrecke gingen die Lichter aus.

Lieser sagte, das Verfahren müsse EU-konform ablaufen, damit ein neuer Besitzer nicht mit den von der EU möglicherweise angeordneten Rückzahlungen konfrontiert werde. Diese richteten sich dann an die Nürburgring GmbH, würden Teil der Insolvenzforderung und können vermutlich nicht in voller Höhe erbracht werden. Für den Steuerzahler heißt das jedoch, dass er endgültig an einem Teil der Kosten für den Freizeitpark hängen bleiben wird. Daher sei auch ein möglichst hoher Kaufpreis für den Nürburgring ein entscheidendes Argument. Darum werde auch ein separater Verkauf der Anlage ermöglicht, bei dem beispielsweise die Gastronomie herausgelöst werden könnte.

Seinen Angaben zufolge wird der zweistufige Prozess bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Bis dahin wollen die Sanierungsexperten auch geklärt haben, welche Rolle die öffentliche Nutzung beispielsweise beim 24-Stunden-Rennen oder den Amateurfahrten in einem Kaufvertrag spielen darf. Darüber müsse mit der EU gesprochen werden, sagte Lieser. Denkbar ist beispielsweise, dass sich ein neuer Investor verpflichtet, eine bestimmte Anzahl an Tagen für Vereine wie den ADAC zu reservieren und damit den Breitensport abzudecken.

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