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VW-Bus kommt als "fahrender Beichtstuhl" nach Schwerin

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VW-Bus kommt als "fahrender Beichtstuhl" nach Schwerin

13.03.2013, 14:12 Uhr | dapd

VW-Bus kommt als "fahrender Beichtstuhl" nach Schwerin.

 

Katholiken aus Mecklenburg-Vorpommern können am Samstag ihre Beichte ausnahmsweise in einem VW-Bus statt in einer Kirche ablegen. Zum ersten Mal kommt das Beichtmobil des Hilfswerkes "Kirche in Not" in die Landeshauptstadt. "Das Beichtmobil ist bislang einzigartig in der Welt, ein echter deutscher Prototyp sozusagen", sagte Pater Hermann-Josef Hubka im dapd-Interview. Der Geistliche Assistent des Hilfswerkes ist seit 2004 mit dem Bus in ganz Deutschland sowie in der Schweiz und Österreich unterwegs.

Der 55-Jährige lebt und arbeitet in einem Kloster in Waghäusel nahe Heidelberg. Mittlerweile engagiert sich der Pater seit 20 Jahren für "Kirche in Not". Seine Touren mit dem "fahrenden Beichtstuhl" sind für Hubka jedes Mal etwas besonderes. "Das Beichtmobil ist eine gute Möglichkeit, mit Leuten in Kontakt zu kommen, die man sonst vielleicht nicht erreichen würde", sagte er.

Viele kommen erstmal aus Neugier

Das Beichtmobil ist mit einem kleinen Herd, einer Spüle, zwei Sofas und einem Tisch ausgestattet. Darauf liegen eine Bibel und ein Kreuz. Hier hört Hubka die Beichten der Besucher des VW-Busses. "Im Laufe des Lebens gibt es immer wieder Stunden und Momente, in denen sich Probleme zu Wort melden", meinte der Pater. Und dann helfe es den Menschen, wenn sie einfach darüber reden könnten.

Meist macht Hubka mit seinem Beichtstuhl auf vier Rädern auf Marktplätzen oder bei Veranstaltungen halt. Und wo sein Beichtmobil auftauche, da errege es Aufmerksamkeit, sagte er. "Viele Leute treibt erst einmal die Neugier zu mir", berichtete der Geistliche. Nicht immer führe das dann zur Beichte, manchmal komme stattdessen ein interessantes Gespräch heraus oder die Menschen suchten nach seelsorgerischem Rat.

Beichtmobil geht bald in Rente

"Bei einem Einsatz mit meinem VW-Bus kann alles Mögliche passieren - Witziges und Tragisches", sagte Hubka. Er bekomme Einblick in die ganze Bandbreite von Charakteren. Darum will der 55-Jährige auch in den kommenden Jahren weiter auf den Straßen und in den Städten unterwegs sein, bald allerdings mit einem neueren Beichtmobil. Das jetzige werde in Rente geschickt, sagte er. "Der VW-Bus ist mittlerweile fast 20 Jahre alt. Im letzten Jahr gab es schon einige technische Pannen", erzählte der Pater. Aber das nächste Mobil solle wieder ein ähnliches Modell sein wie der aktuelle Beicht-Bus.

Vorher wird das Beichtmobil aber noch Schwerin kennenlernen. Im Norden war es schon in Hamburg und Flensburg zu Gast, in Schwerin war Hubka aber noch nie. Zwischen 13 und 18 Uhr werde er am Samstag allen Besuchern seines "fahrenden Beichtstuhles" für Gespräche und seelsorglichen Rat zur Verfügung stehen und Katholiken auf Wunsch auch die Beichte abnehmen, kündigte er an. Interessierte finden den Beichtstuhl auf vier Rädern an der Propsteikirche St. Anna.

 
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