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Jakob Kreidl: Doktorarbeit steht unter Plagiatsverdacht

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Uni prüft Plagiatsvorwurf gegen Landkreis-Präsident Kreidl

27.03.2013, 13:04 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH, dpa

Uni prüft Plagiatsvorwurf gegen Landkreis-Präsident Kreidl. Jakob Kreidl

Jakob Kreidl (Quelle: dpa)

Die Universität der Bundeswehr München untersucht einen Plagiatsvorwurf gegen den Präsidenten des bayerischen Landkreistages, Jakob Kreidl (CSU). "Der Verdacht des Plagiatvorwurfs ist der Ombudsperson der Universität der Bundeswehr München Prof. Walter Demel sowie der Untersuchungskommission bekannt und wird geprüft", teilte die Universität am Dienstag mit. Kreidl äußerte sich überrascht von den Vorwürfen. Er sei überzeugt, gründlich recherchiert und die Quellen richtig angegeben zu haben. "Süddeutsche Zeitung" und "Münchner Merkur" hatten über die Vorwürfe berichtet.

Der 60-jährige Kreidl schloss Fehler in der Arbeit nicht aus: "Sollten mir dabei Unterlassungen passiert sein, bedauere ich das sehr." Es sei zu keiner Zeit seine Absicht gewesen, gegen die akademischen Regeln zu verstoßen. Die Überprüfung seiner Arbeit durch die Universität befürwortete Kreidl. Ihrem Urteil werde er sich unterwerfen.

Falls sich die Vorwürfe bestätigen würden, könnten auf den CSU-Mann neben der Aberkennung des Doktortitels möglicherweise auch strafrechtliche Konsequenzen zukommen. Denn der Landkreis-Präsident gab mit seiner Dissertation eine von der Uni verlangte eidesstattliche Versicherung ab, die Arbeit selbst geschrieben zu haben. Gegenüber Behörden wie der Universität kann eine falsche Versicherung an Eides statt eine Straftat sein. Das hängt allerdings stark vom Einzelfall ab, wie der Sprecher der Münchner Staatsanwaltschaft, Thomas Steinkraus-Koch, sagte.

Dem Miesbacher Landrat wird auf der Internetseite Vroniplag anonym vorgeworfen, Teile seiner Doktorarbeit aus dem Jahre 2005 abgeschrieben zu haben. Laut Vroniplag enthalten 49 von 106 bisher untersuchten Seiten längere fremde, nicht gekennzeichnete Textstellen. Kreidl hatte seine Arbeit über den Kosovo-Konflikt während seiner Arbeit als Landtagsabgeordneter verfasst und eingereicht. Die Bundeswehr-Uni bewertete die 287 Seiten umfassende Arbeit mit der zweitbesten Note "magna cum laude".

Wie lange die Untersuchung der Universität sich hinziehen wird, ist noch unklar. "Die Kommission hat keinen Zeitplan festgelegt", sagte Sprecher Michael Brauns. Es sei möglich, dass die Prüfung der Vorwürfe mehrere Monate dauere. Danach werde sie eine Empfehlung abgeben.

 
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