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Interne Kritik bei Hochtief an Elbphilharmonie-Auftrag

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Interne Kritik bei Hochtief an Elbphilharmonie-Auftrag

04.05.2013, 13:49 Uhr | dpa

Interne Kritik bei Hochtief an Elbphilharmonie-Auftrag. Interne Kritik bei Hochtief an Elbphilharmonie-Auftrag (Quelle: dapd)

Interne Kritik bei Hochtief an Elbphilharmonie-Auftrag (Quelle: dapd)

Manager beim Baukonzern Hochtief haben einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge Kritik an den Verträgen des Unternehmens zum Weiterbau der Hamburger Elbphilharmonie geübt. In dem nach Angaben des Magazins von Hochtief-Chef Marcelino Fernandez ausgehandelten Vertrag verpflichtet sich der Konzern, das Konzerthaus zum Festpreis von 575 Millionen Euro weiterzubauen und alle Baurisiken zu übernehmen. Ein Hochtief-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Hochtief verzichte laut Vertragswerk auf alle "jetzt oder künftig zustehenden Mehrforderungen, gleich aus welchem Rechtsgrund, ob bekannt oder unbekannt", so das Magazin. Der Konzern habe "etwaige Mängel der Planungsgrundlagen zu beseitigen, unabhängig davon, ob diese von ihm verursacht wurden oder nicht". Ein Unternehmenssprecher habe der Zeitschrift gegenüber eingeräumt, dass eine so hohe Verantwortung bei Bauverträgen unüblich sei.

Auf der Baustelle für Deutschlands größtes Kulturprojekt herrscht seit rund eineinhalb Jahren Stillstand, weil sich die Vertragspartner lange nicht einigen konnten. Erst im März hatte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) mit Hochtief einen Vertrag geschlossen, wonach der Essener Baukonzern künftig sämtliche Risiken übernimmt und das Konzerthaus bis Ende Oktober 2016 zum "Globalpauschalfestpreis" von 575 Millionen Euro zu Ende baut.

"Die Garantien sind hoch riskant"

Wegen der Verträge sei es bei Hochtief zur Zerreißprobe zwischen Fernandez und der früheren Führungsriege der Tochter Hochtief Solutions gekommen. "Früher hätte man uns so einen Vertrag um die Ohren gehauen", gibt die "Wirtschaftswoche" Aussagen eines Hochtief-Managers wieder. "Die Garantien, die wir da übernehmen, sind hoch riskant. Niemand kann heute sagen, in welcher Höhe Hochtief dafür zahlen muss."

Im April waren zwei Manager aus dem Vorstand der Hochtief-Tochter Solutions ausgeschieden. Die Vorstandsmitglieder Ullrich Reinke und Wolfgang Homey hätten das Unternehmen wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Geschäftspolitik verlassen, hatte das Unternehmen mitgeteilt - ohne nähere Angaben zu machen.

 
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