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Grünenchef bedauert Positionen der Südwest-Grünen zu Sex mit Kindern

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Grünenchef bedauert Positionen der Südwest-Grünen zu Sex mit Kindern

14.06.2013, 20:08 Uhr | dpa

Chris Kühn

Chris Kühn (Quelle: dpa)

Auch bei den Südwest-Grünen gab es laut einem Bericht des "Mannheimer Morgen" (Samstag) Mitte der 80er Jahre fragwürdige Haltungen zum Umgang mit kindlicher Sexualität. Der Landesvorstand hatte in einem Beschluss vom März 1985 kritisiert, dass Paragraf 176 des Strafgesetzbuches "jegliche sexuelle Handlungen Erwachsener mit Personen unter 14 Jahren unter Strafe stellt".

Die Zeitung zitiert aus dem sechsseitigen Papier, das zur Vorbereitung eines Landesparteitages in Blaubeuren gedacht war. "Bei harmlosen erotischen Erlebnissen sind keine schädlichen Auswirkungen auf die jungen Menschen und ihre spätere Entwicklung festzustellen", heißt es in jenem Beschluss. Nach Ansicht der Politiker zeigten sexualwissenschaftliche Studien, dass Schädigungen "meist nur dann eintreten, wenn Gewalt, Nötigung, Abhängigkeitsausnutzung und harte Sexualpraktiken vorlagen".

Die Grünen haben damals die Streichung des Paragrafen 175 gefordert, der homosexuelle Handlungen mit Jungen zwischen 14 und 18 Jahren unter Strafe stellt. Überholt sei auch der Paragraf 182, der die Verführung von Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren unter Strafe stellt. Zur Begründung heißt es, diese Sanktion schütze "in erster Linie ein antiquiertes frauenfeindliches Ideal der Jungfräulichkeit".

Grünen-Chef Chris Kühn bedauert diesen Beschluss: "Der Antrag enthält Formulierungen, wo sich mir die Haare sträuben", sagte er gegenüber dem Blatt. Er bedauere, dass die Grünen "dieser Debatte Raum gegeben haben". Kühn hatte kürzlich angekündigt, dass die Grünen für die wissenschaftliche Aufarbeitung des Einflusses von Pädophilie-Befürworten in der Partei ihre Archive öffnen wollen.

Die Grünen treffen sich an diesem Samstag zu einem kleinen Parteitag in Konstanz. Im Mittelpunkt der Beratungen steht ein familienpolitischer Leitantrag.

Quelle: dpa

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