05.08.2013, 16:34 Uhr | dpa
Da der Mainzer Hauptbahnhof in dieser Woche allabendlich vom Fernverkehr abgekoppelt ist, erntet die Deutsche Bahn heftige Kritik. Die massiven Einschränkungen seien das Ergebnis von schlechter Personalplanung und Fehlern in der Unternehmensstrategie, hieß es am Montag aus den Reihen der Landesregierung und von Fahrgastvertretern.
Wegen eines überraschend hohen Krankenstands in der Urlaubszeit kann das Stellwerk am Hauptbahnhof derzeit nur eingeschränkt besetzt werden. In den Abend- und Nachtstunden ist der Zugverkehr bis 11. August stark ausgedünnt, Fernzüge werden umgeleitet.
Es sei nicht möglich, kranke Mitarbeiter kurzfristig durch Kollegen aus anderen Bahnhöfen zu ersetzen, sagte eine Bahnsprecherin. "Es gibt zu viele örtliche Besonderheiten." Die Einschränkungen stehen nach ihren Angaben aber nicht im Zusammenhang mit einem Beinahe-Crash von zwei Zügen vor einigen Tagen. "Das hat mit dieser Angelegenheit nichts zu tun", sagte sie am Montag.
Am Donnerstagabend vergangener Woche waren zwei S-Bahnen in Mainz fast zusammengestoßen. Am Stellwerk hatte es eine technische Störung gegeben. Die Bundespolizei prüft als Ursache unter anderem einen möglichen personellen Engpass.
In einem Brief an Bahnchef Rüdiger Grube beschwerte sich der rheinland-pfälzische Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD). Er sei verärgert darüber, dass die Bahn sich wegen Personalproblemen derzeit nicht imstande sehe, in Mainz einen auftragsgemäßen Fern- und Nahverkehr zu gewährleisten, teilte ein Ministeriumssprecher mit. "Aus unserer Sicht handelt es sich hierbei um das Ergebnis einer verfehlten weil einseitig auf den seinerzeit geplanten Börsengang ausgerichteten Personalpolitik der Deutschen Bahn AG in der Vergangenheit."
Der Fahrgastverband Pro Bahn wirft dem Unternehmen schlechte Personalplanung vor. "Das ist ein Armutszeugnis für einen so großen Konzern", sagte Sprecher Winfried Karg. Der Vize-Direktor des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd, Gunther Enke, bezeichnete die Planung der Bahn am Hauptbahnhof als "völlig daneben". Der Verband, der den regionalen Schienenverkehr regelt, wolle die Lage für Fahrgäste so erträglich wie möglich machen. "Mehr als Kosmetikarbeiten können wir aber nicht tun."
Quelle: dpa
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