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Früheres NS-Reichsparteitagsgelände in Nürnberg wird saniert

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Geschichte  

Früheres NS-Reichsparteitagsgelände in Nürnberg wird saniert

29.08.2013, 17:51 Uhr | dpa

Früheres NS-Reichsparteitagsgelände in Nürnberg wird saniert. Neues Konzept für Sanierung von Reichsparteitagsgelände (Quelle: dpa)

Neues Konzept für Sanierung von Reichsparteitagsgelände (Quelle: dpa)

Diktator Adolf Hitler hatte das Zeppelinfeld in Nürnberg einst für seine Propagandaaufmärsche genutzt. Nun soll es generalsaniert werden. Weil niemand weiß, was das kosten könnte, startet die Stadt ein "Experiment".

Die Stadt Nürnberg treibt die kostspielige Sanierung des früheren NS-Reichsparteitagsgeländes voran. Zunächst sollen einer der 34 Türme und etwa ein Zehntel der Tribüne auf dem Zeppelinfeld für drei Millionen Euro saniert werden. Es gehe jedoch nicht darum, die Bauwerke "aufzuhübschen" oder etwas aus der Zeit der Nazi-Reichsparteitage wieder herzustellen, betonte Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) am Donnerstag. Das frühere Reichsparteitagsgelände solle "als geschichtlich authentischer Lernort für künftige Generationen erhalten werden." Ein Besuch am Ort der Täter könne bei jungen Menschen vermutlich mehr bewirken als zehn Stunden Frontalunterricht.

Aus den Erfahrungen der ersten Arbeiten soll hochgerechnet werden, was es kosten würde, alle Bauwerke auf dem Aral instand zu setzen - um dann Bund und Land mit ins Boot zu holen, wie Maly sagte. Eine grobe Kostenschätzung ging zuletzt von 60 bis 70 Millionen Euro aus.

"Wissen nicht, was uns erwartet"

Diktator Adolf Hitler hatte das Zeppelinfeld in den 1930er Jahren für seine berüchtigten Propagandaaufmärsche genutzt. Die vor 80 Jahren fertiggestellte Anlage verfällt immer mehr. Teilbereiche sind aus Sicherheitsgründen bereits für Besucher gesperrt.

"Wir wollen herausfinden, welches Material damals verbaut wurde und was noch weiter verwendet werden kann", sagte die technische Leiterin des Nürnberger Hochbauamtes, Petra Waldmann. Am Turm soll das Dach abgedichtet werden. "Auch da wissen wir nicht, was uns erwartet." Bis Ende 2014 soll die Hochrechnung der Gesamtkosten vorliegen.

Am Montag hatte bereits der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) eine genaue Vermessung der Zeppelintribüne und der ehemaligen NS-Kongresshalle vorgestellt.

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