Gesundheit
In Warstein geht nach Legionellen-Ausbruch die Spurensuche weiter06.09.2013, 07:24 Uhr | dpa
Ortsschild von Warstein (Quelle: dpa)
Nach dem Abschalten der verdächtigen Kühlanlage ist die Welle der Legionellen-Infektionen im Sauerland in den vergangenen Tagen wie erwartet zurückgegangen. Für eine Entwarnung sei es aber immer noch zu früh, sagte ein Sprecher des zuständigen Kreises Soest am Donnerstag. Mehr als 150 Menschen waren erkrankt, beispielsweise an schweren Lungenentzündungen. Zwei Männer kamen ums Leben.
Die Legionellen gelangten nach bisherigen Erkenntnissen aus einer Kläranlage in den Fluss Wester und von dort in die Kühlanlage eines Industriebetriebs. Die Kühlanlage verteilte die Legionellen weiträumig. Sie sind nur dann gefährlich, wenn sie beim Einatmen in die Lunge gelangen. Untersucht wird noch, ob die Legionellen im Klärwerk genetisch identisch sind mit denen, die in der Kühlanlage gefunden wurden und die die Erkrankungen ausgelöst hatten.
Außerdem gehen die Fachleute der Frage nach, ob die Bakterien auch direkt aus dem Bewegungsbecken der Kläranlage in die Luft gelangt sein könnten. "Die Aerosole (Schwebeteilchen) aus der Kläranlage sind nach Einschätzung unserer Experten zu groß, um in die Umgebungsluft aufzusteigen und auch zu groß, um in die Lungen von Menschen zu gelangen", sagte der Kreissprecher. Dennoch werde auch diese These weiter untersucht.
Der Ruhrverband, der Kläranlage betreibt, reagierte mit einem Maßnahmenbündel auf den Verdacht. Die Bewegungseinheiten der Kläranlage wurden langsamer gestellt, so dass sich weniger Tropfen bilden. Außerdem wurde der Verrieselungsturm stillgelegt. In den kommenden Tagen soll noch eine Desinfektion am Ablauf installiert werden, um zu verhindern, dass weiter Legionellen in den Fluss Wester gelangen.
Nach dem Einatmen der Legionellen dauert es fünf bis zehn Tage, bis die Krankheit mit Fieber und Husten ausbricht. Da diese Zeit verstrichen ist, seit der Kühlturmventilator eines Industriebetriebs abgeschaltet wurde, dürfte es nun keine weiteren Erkrankungen in der 27 000-Einwohner-Stadt Warstein mehr geben. Die zuletzt aufgenommenen Patienten hatten nach Auskunft des Gesundheitsamtes erste Beschwerden tatsächlich schon Ende August und damit innerhalb der Inkubationszeit.
06.09.2013, 07:24 Uhr | dpa
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