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Gießener will hessische Ausdrücke retten

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Für den Dialekt  

Gießener will hessische Ausdrücke retten

11.02.2014, 12:29 Uhr | dpa, t-online.de

Gießener will hessische Ausdrücke retten. Christoph Seipp will den Dialekt vor dem Aussterben bewahren. (Quelle: dpa)

Christoph Seipp will den Dialekt vor dem Aussterben bewahren. (Quelle: dpa)

Dialektausdrücke werden immer häufiger nur noch im engsten sozialen Umfeld gesprochen. Als traditionsbewusster Hesse stemmt sich der Gießener Christoph Seipp diesem Trend entgegen. Er will urhessische Ausdrücke wie Kolter (Steppdecke) und Kneipchen (Küchenmesser) vor dem Aussterben bewahren.

Auf einer kürzlich veröffentlichten Internetseite erklärt der Mittelhesse beispielsweise nicht nur, was Kolter sind, sondern bietet sie geschäftstüchtig auch zum Verkauf an. Seipps Projekt ist als Mitmach-Aktion gedacht, Unterstützer dürfen auch beim Design der Ware mitentscheiden.

Hessische Motive

Im Vordergrund stehe der regionale Bezug, betont der Initiator. So gibt es Kolter, die mit Gießener Sehenswürdigkeiten bedruckt sind oder mit Bembeln, den traditionellen Gefäßen für das hessische Nationalgetränk, den vor wenigen Jahren namentlich geschützten Apfelwein. Auch die Frankfurter Skyline oder die Konturen des Landes Hessen bietet Seipp als Motive an.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) schreibt, ist Seipps Liebe zu hessischen Ausdrücken nach eigenen Angaben nostalgisch begründet: "Oma hat mich immer in einen Kolter gewickelt." Er lebt die Sprache aber auch im Alltag und betont: "Das ist Kultur."

Bundesweites Phänomen

Das durch Migration, sozialen und Wertewandel verstärkte Phänomen schwindender Dialekt-Verbreitung ist bundesweit zu beobachten, sagt der Linguist Alexander Werth vom Marburger Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas. "Einen Dialekt verinnerlicht man, bis man 18 Jahre alt ist, danach kann man ihn nicht mehr richtig lernen", erklärt der Wissenschaftler.

Viele Eltern sprächen selbst nicht mehr Dialekt, auch Medien und berufliches Umfeld seien schließlich durch Hochdeutsch geprägt. "Ein erhaltenswertes Kulturgut", nennt Werth die deutsche Sprachvielfalt. Vielleicht fühlen sich ja Badner, Franken, Rheinländer oder Friesen durch ihn und Seipp inspiriert, auch etwas gegen den Verfall zu unternehmen.

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