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Kind misshandelt: Prozess gegen Mutter

21.09.2015, 08:09 Uhr | dpa

Kind misshandelt: Prozess gegen Mutter. Eine Hand mit einer Spritze

Eine Hand mit einer Spritze. Eine Frau steht wegen Misshandlung ihres Kindes vor dem Hamburger Landgericht. Foto: A. Burgi/Archiv (Quelle: dpa)

Das Hamburger Landgericht muss sich am Montag (9.15 Uhr) mit einem besonders grausigen Fall von Kindesmisshandlung beschäftigten. Eine 30 Jahre alte Mutter soll ihr Kind über Monate mit verseuchten Injektionen gequält haben. Laut Anklage spritzte sie ihrem dreijährigen Sohn mit Speichel, Fäkalien oder Blumenwasser vermischte Substanzen direkt unter die Haut oder in die Blutbahn, um ihn so krank zu machen, dass er ärztlich behandelt werden musste.

Der Junge sei zwischen Juni und November 2013 mehrfach im Krankenhaus gewesen und medikamentös behandelt worden. Er litt unter starken Bauchschmerzen, Fieberschüben, Blutdruckabfällen und einer unzureichenden Sauerstoffsättigung. Kurzzeitig schwebte er in Folge der verseuchten Injektionen sogar in akuter Lebensgefahr. Nach Informationen des NDR lag der Junge über Monate in einer Hamburger Klinik, die Mutter jede Nacht an seiner Seite. Die Ärzte hätten eine Leukämie vermutet, bis Flaschen mit der bakterien-verseuchten Lösung gefunden wurden.

Die Angeklagte leidet nach Angaben der Staatsanwaltschaft unter dem sogenannten Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom: Dabei macht ein Mensch einen anderen bewusst krank oder täuscht eine Krankheit vor, um Zuwendung zu erreichen. Häufig sind es Mütter, die ihr Kind auf diese Weise misshandeln. Ob die 30-Jährige vermindert schuldfähig ist, muss das Gericht aufgrund von Gutachten feststellen. "Wir gehen davon aus, dass sie nicht schuldunfähig ist", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Sollte die Mutter schuldig gesprochen werden, drohen ihr wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Verletzung der Erziehungspflicht zwischen einem und 15 Jahren Haft. Das Gericht hat vier weitere Verhandlungstermine angesetzt. Mit einer Urteilsverkündung wird Anfang Oktober gerechnet.

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