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Wissenschaft  

Bundeskanzlerin will Kinder- und Jugendmedizin stärken

15.03.2017, 16:58 Uhr | dpa

Bundeskanzlerin will Kinder- und Jugendmedizin stärken. Angela Merkel eröffnet Neubau für Demenzforschung

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht auf der Eröffnungsfeier. Foto: Oliver Berg (Quelle: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Gesundheitsforschung stärken. Es gelte in den nächsten Jahren das Fortschreiten der Demenz aufzuhalten und den Kampf gegen Krebs erfolgreicher zu führen, sagte sie am Mittwoch bei der Einweihung eines neuen Forschungsbaus des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn. Sie fügte hinzu: "Und ich möchte auch, dass wir der Gesundheit unserer Kinder in unserer Gesellschaft noch einen höheren Stellenwert einräumen." Der Kinder- und Jugendmedizin solle ebenfalls ein Deutsches Zentrum für Gesundheitsforschung gewidmet werden.

Merkel war zu Gast beim DZNE, weil sie zusammen mit NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) einen modernen Neubau des Zentrums einweihte. Dort arbeiten Wissenschaftler fachübergreifend an neuen Behandlungsmöglichkeiten für Alzheimer, Parkinson und andere Demenzkrankheiten. Das DZNE ist eines von sechs bereits gegründeten Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung, die von der Bundesregierung für die Bekämpfung der wichtigsten Volkskrankheiten eingerichtet wurden. Etwa die Hälfte der bundesweit rund 1000 Beschäftigten sind in Bonn tätig.

Sie wolle, dass Deutschland im Bereich der Gesundheit in den nächsten Jahren noch ehrgeizigere Ziele verfolge, sagte Merkel. "Deutschland 2025, das heißt für mich, die großen Geißeln der Gesundheit zu besiegen durch mehr Forschung und eine auf die Lebensqualität der Menschen ausgerichtetes Gesundheitswesen", sagte sie. Sie schaute sich auch die Labors des Neubaus an.

Das DZNE ist eine vergleichsweise noch junge medizinische Einrichtung. Es wurde 2009 gegründet. Bislang waren die Mitarbeiter in Bonn auf unterschiedliche Standorte verteilt. Für das neue Zentrum investierten Bund und Land zusammen 126,8 Millionen Euro. Etwa zwei Drittel kamen aus der NRW-Kasse. Schätzungen zufolge leben derzeit mehr als 1,5 Millionen Demenzkranke in Deutschland.

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