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Umweltschützer warnen vor Überfischen der Meere

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Fischerei  

Umweltschützer warnen vor Überfischen der Meere

29.04.2017, 10:28 Uhr | dpa

Umweltschützer warnen vor Überfischen der Meere. Heringsfischer

Ein Fischer fährt mit vollen Stellnetzen mit Hering. Foto: Christian Charisius/Archiv (Quelle: dpa)

Umweltschützer haben vor dem Überfischen der Meere gewarnt. Anlass ist der sogenannte "Fish Dependence Day" am 29. April - seit Samstag kann Deutschland nach Angaben von Umweltschutzverbänden seinen Fischverbrauch rechnerisch nur noch mit Importen decken.

"Deutschland kann sich nur vier Monate lang selbst mit Fisch versorgen, für den Rest des Jahres essen wir importierten Fisch, der oft anderswo fehlt. Die Überfischung der europäischen Bestände ist dafür mitverantwortlich", erläuterte die Fischereiexpertin der Tier- und Naturschutzorganisation WWF, Stella Nemecky. Angesichts der Überfischung in eigenen Gewässern sei der große Appetit der Europäer auf Fisch weder nachhaltig noch fair - damit steige der Fischereidruck in anderen Teilen der Welt. 

Der Sprecher des Bundesverbands der deutschen Fischindustrie, Matthias Keller, sagte, der "Fish Dependence Day" sei reine Verbrauchertäuschung. Es werde eine Angst geschürt, die unberechtigt sei. Ein Land wie Österreich habe bereits nach nicht einmal einem Tag eines jeden Jahres seinen "Fish Dependence Day" - weil dann die wenigen dort gefischten Tiere rechnerisch bereits aufgebraucht seien. Der Import von Fisch werde pauschal verunglimpft, Überfischungen und schlechte Arbeitsbedingungen in manchen Ländern einfach zusammengeworfen. Auch die Berechnungen bezweifelte Keller.

Dagegen sagte der Vorsitzende der Organisation Fair Oceans Bremen, Kai Kaschinski: "Wir sind nicht grundsätzlich gegen den Import von Fisch aus dem globalen Süden, aber die Ernährungssicherheit in den Exportländern darf nicht gefährdet werden." Europa sei der größte Fisch-Importeur der Welt und beziehe aus allen Kontinenten Fisch. Die weltweit wachsende Konkurrenz um ergiebige Fanggebiete gefährde die Kleinfischerei und Ernährungssicherheit in Entwicklungsländern.

"Es sollte sichergestellt sein, dass die Bestände vor Ort nicht gefährdet sind", betonte der Biologe. Weltweit sei die Anzahl der Fischbestände, die überfischt seien, auf 31 Prozent angewachsen - trotz aller Gegenmaßnahmen. Die Verbraucher sollten nach der Herkunft des Fisches fragen und auf die Fangmethode achten. "Soweit möglich, sollten sie Fisch aus regionaler Fischerei erwerben", riet Kaschinski.

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