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Aktionswoche gegen Alkoholmissbrauch im Nordosten beginnt

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Gesundheit  

Aktionswoche gegen Alkoholmissbrauch im Nordosten beginnt

15.05.2017, 17:28 Uhr | dpa

Aktionswoche gegen Alkoholmissbrauch im Nordosten beginnt. Jugendlicher mit Alkohol

Jugendlicher mit Alkohol. Foto: Tobias Hase/Archiv (Quelle: dpa)

Trotz aller Bemühungen um Aufklärung und Prävention mussten in Mecklenburg-Vorpommern wieder mehr Kinder und Jugendliche nach übermäßigem Alkoholgenuss in Kliniken eingeliefert werden. Wie aus Daten hervorgeht, die die Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen zum Auftakt der Aktionswoche gegen Suchtgefahren vorlegte, waren im Jahr 2015 landesweit 347 Menschen im Alter zwischen 10 und 19 Jahren wegen akuter Alkoholvergiftungen in ärztlicher Behandlung. Das waren 30 mehr als im Jahr davor und der erste Zuwachs wieder seit drei Jahren. Bundesweit hielt der Rückgang der Fallzahlen auch 2015 an. Für 2016 lagen noch keine abschließenden Daten vor.

Die am Montag bundesweit gestartete Aktionswoche steht unter dem Motto "Alkohol? Weniger ist besser!". Am ersten Tag waren in Mecklenburg-Vorpommern Schüler und Lehrer die ersten Zielgruppen. In Rostock debattierten Pädagogen der Hansestadt bei einem Fachtag unter dem Motto "Von der Disko in die Klinik" mit Experten über schülergerechte Suchtprävention. In Schwerin informierte die Kriminalpolizei Lehrer und Eltern über jüngste Entwicklungen beim Drogenmissbrauch. Bei Schülervorlesungen an der Universität in Greifswald ging es unter anderem um strafrechtliche Folgen für Jugendliche, die alkoholisiert über die Stränge schlagen. Berichte über volltrunkene Schüler in Neubrandenburg hatten erst vor wenigen Wochen neue Schlaglichter gesetzt.

Rainer Siedelberg, Geschäftsführer der Landeskoordinierungsstelle, sieht vor allem Eltern in der Pflicht, ihrer Vorbildrolle gerecht zu werden. Jüngste Studien belegten, dass der wahrgenommene elterliche Alkoholkonsum einen großen Einfluss auf das Verhalten ihrer Kinder auch im späteren Alter habe. Eltern sollten daher auch frühzeitig Gespräche zu dem Thema führen und dabei dem Kind die Wirkungen von Alkohol sachlich und ohne übertriebene Dramatik darstellen. "Man kann auch altersgemäße Informationsangebote im Internet gemeinsam ansehen", schlug Siedelberg vor.

Die Aktionswoche solle das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Alkoholkonsum schärfen, sagte der Suchtexperte. Zahlreiche Vereine und Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern würden sich noch bis zum 21. Mai mit unterschiedlichsten Veranstaltungen an der Aktionswoche beteiligen. Die Landeskoordinierungsstelle halte zudem ständig Präventionsangebote bereit. Neben dem interaktiven Mitmachparcours "Volle Pulle Leben - Auch ohne Alkohol" für Schüler ab Klasse sechs könnten auch Workshops, Elternabende und Fortbildungen gebucht werden.

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