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Rund 1400 Menschen protestieren gegen "Identitäre"

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Demonstrationen  

Rund 1400 Menschen protestieren gegen "Identitäre"

18.06.2017, 15:39 Uhr | dpa

Rund 1400 Menschen protestieren gegen "Identitäre". Demonstration der "Identitären Bewegung"

Demonstration der rechtsradikalen "Identitären Bewegung" in Berlin. Foto: Paul Zinken (Quelle: dpa)

Rund 1400 Menschen haben am Samstag in Berlin gegen eine Demonstration der rechtsradikalen "Identitären Bewegung" protestiert. Verschiedene linke Gruppen und Initiativen hatten dazu aufgerufen. Mit einer Sitzblockade stoppten sie den Zug von mehreren Hundert Rechten, die nach gut zwei Stunden ihre Aktion für beendet erklärten. 19 Polizisten wurden verletzt.

Wie das Präsidium am Sonntag mitteilte, waren bei mehreren Demonstrationen insgesamt mit fast 1000 Beamten im Einsatz. 112 Personen wurden festgenommen, 74 Strafermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Nötigung und Körperverletzung.

Die "Identitäre Bewegung" hatte für die geplante Strecke vom Bahnhof Gesundbrunnen zum Hauptbahnhof 1000 Menschen angemeldet. Sie trugen einheitlich gelb-schwarze Fahnen mit dem Logo der Bewegung. Auf einem größeren Banner stand "Zukunft für Europa".

Die linken Gegendemonstranten versuchten laut Polizei mehrfach, die Absperrungen zu umgehen und die Wegstrecke zu blockieren. Am U-Bahnhof Voltastraße gab es so für die "Identitären" kein Durchkommen mehr. Die Polizei löste die Blockade nach und nach auf. Sie trug Demonstranten von der Straße und setzte zum Teil Pfefferspray ein. Zu größeren Zusammenstößen zwischen beiden Seiten kam es durch den massiven Polizeieinsatz nicht.

Die "Identitäre Bewegung" steht unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes. Sie wendet sich gegen eine angebliche "Überfremdung" durch Einwanderer. Schon mehrfach hat sie mit medienwirksamen Aktionen für Aufsehen gesorgt. Im vergangenen August besetzte die Gruppe kurzzeitig das Brandenburger Tor.

Bei einer weiteren Demonstration mit rund 300 Teilnehmern in Moabit schritten die Sicherheitskräfte ebenfalls mehrfach ein. So wurden verbotene kurdische Vereinssymbole sichergestellt. Vorübergehend musste der Zug anhalten, weil über Lautsprecher Lieder mit verbotenen Texten gespielt wurden.

Als die Polizei nach Ende der Veranstaltung wiedererkannte Straftäter festnehmen wollte, wurde sie eigenen Angaben zufolge mit Fahnenstangen, Faustschlägen und Tritten attackiert. "Die Beamten setzten sich unter Einsatz von körperlicher Gewalt, des Rettungsmehrzwecksstocks und Pfeffersprays zur Wehr und drängten die Angreifer zurück oder nahmen sie fest", hieß es.

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