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Höwedes nach Absetzung als Schalke-Kapitän enttäuscht

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Fußball  

Höwedes nach Absetzung als Schalke-Kapitän enttäuscht

13.08.2017, 14:49 Uhr | dpa

Höwedes nach Absetzung als Schalke-Kapitän enttäuscht. Schalkes Benedikt Höwedes

Benedikt Höwedes. Foto: Tim Rehbein/Archiv (Quelle: dpa)

Der neue Trainer Domenico Tedesco hat mit der überraschenden Absetzung von Weltmeister Benedikt Höwedes als Kapitän des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 ein Zeichen gesetzt. Kurz vor seinem Pflichtspieldebüt als Coach des Revierclubs bestimmte Tedesco Torhüter Ralf Fährmann zum neuen Spielführer.

Es sei "keine Entscheidung gegen Bene", erläuterte der 31 Jahre alte Tedesco am Samstag. "Ich habe größten Respekt vor seiner Leistung. Er war in der Vergangenheit immer da und hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Auch wenn es schlecht lief, hat er sich nicht versteckt."

Man wolle nun die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen. Fährmann sei sehr beliebt und wie Höwedes ein echter Schalker. "Zudem ist Ralf sehr kommunikativ und spricht auch Dinge an, wenn diese unangenehm sind", so Tedesco weiter. Zum Spielerrat gehören neben dem neuen und dem alten Kapitän auch Leon Goretzka als Fährmanns Stellvertreter sowie Naldo und Guido Burgstaller.

Höwedes, der sechs Jahre lang Spielführer war und auf Schalke als eine Art soziale Institution gilt, konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. "Damals wie heute hat mich dieses Amt mit Stolz erfüllt", schrieb der 29-Jährige, der seit 2001 im Club ist, bei Twitter. "Auch wenn ich die Entscheidung nicht teile, habe ich diese natürlich zu akzeptieren."

Tedesco versteht Höwedes' Enttäuschung. Er habe weiterhin "absolut das Recht und auch die Pflicht, Verantwortung zu übernehmen", sagte der Trainer. Laut Aufsichtsratschef Clemens Tönnies bleibt Höwedes "eine Integrationsfigur innerhalb der Mannschaft".

Tedescos Argumentation könne er verstehen, sagte Tönnies am Sonntag in der Talksendung "Wontorra" beim TV-Sender Sky Sport News HD. "Höwedes hat immer den Kopf hingehalten. Das Argument, dass sich einige immer hinter ihm versteckt haben, kann ich nachvollziehen."

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