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"Harvey": Jetzt wackelt die US-Schuldenobergrenze

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Milliarden für "Harvey"-Opfer  

Jetzt wackelt die Schuldenobergrenze der USA

02.09.2017, 09:09 Uhr | AP

"Harvey": Jetzt wackelt die US-Schuldenobergrenze. Nach dem Tropensturm "Harvey" haben laut dem Weißen Haus mehr als 436.000 Haushalte Unterstützung beantragt. (Quelle: AP/dpa/Gerald Herbert)

Nach dem Tropensturm "Harvey" haben laut dem Weißen Haus mehr als 436.000 Haushalte Unterstützung beantragt. (Quelle: Gerald Herbert/AP/dpa)

Nach der Sturm- und Flutkatastrophe "Harvey" hat US-Präsident Donald Trump beim Kongress Hilfsmittel in Höhe von 7,9 Milliarden Dollar (6,7 Milliarden Euro) beantragt, wie das Weiße Haus am Freitagabend bekannt gab.

Von den beantragten Geldern würden rund 7,4 Milliarden Dollar an die Katastrophenschutzbehörde Fema sowie 450 Millionen Dollar an ein auf kleine Unternehmen ausgerichtetes Hilfsprogramm gehen. Nach Angaben des Weißen Hauses haben mehr als 436 000 Haushalte Unterstützung durch die Fema beantragt. Es wird erwartet, dass der Kongress den Antrag Trumps zügig genehmigt.

Bei dem Hilfspaket handelt es sich um eine erste, zunächst mögliche Ausschüttung. Mit dem Geld sollen etwa Aufräumarbeiten und Reparaturen an Häusern ermöglicht und Wohngeld bereitgestellt werden.

Wird Schuldenobergrenze der USA angehoben?

Trumps Antrag lässt es immer wahrscheinlicher werden, dass der Kongress die Schuldenobergrenze des Landes anheben wird. Die Republikaner im Repräsentantenhaus hatten bereits bei Berichten über ein im Raum stehendes Hilfspaket von 5,9 Milliarden Dollar spekuliert, dass die Senatoren dieses an die Ausweitung der Schuldenobergrenze knüpfen würden. Diese liegt bei 19,9 Billionen Dollar. Bis Ende September muss sie angehoben werden, sonst kann sich die US-Regierung nicht weiter Geld leihen, um ihre Rechnungen zu bezahlen.

Trump sagte am Freitag, den Amerikanern seien die Widerstandskraft und Stärke der Menschen in Texas und Louisiana eine Lehre. Das Mitgefühl für die Opfer des Sturms und des Hochwassers habe die ganze Nation inspiriert. Der Präsident wird am Samstag nach Texas und Louisiana reisen, um das Ausmaß der Schäden zu begutachten. Vor wenigen Tagen hatte er schon einmal Texas besucht.

In Houston führte das Ablassen von Wasser aus zwei Reservoirs am Freitag dazu, dass westliche Teile der Stadt weiter überschwemmt blieben. Ziel war es, das Zentrum trocken zu halten, das von den Großbehältern geschützt wird. Bürgermeister Sylvester Turner forderte mehr Fahrzeuge an, die bei hohen Pegelständen eingesetzt werden können. Zudem beantragte er mehr Rettungsausrüstung für Einsatzkräfte, die weiter nach Überlebenden und Toten suchten. 

Offiziell forderte "Harvey" 42 Todesopfer

Indes stieg die Zahl der Todesopfer nach "Harvey" abermals an. 42 Menschen kamen offiziellen Angaben aus Texas zufolge im Zuge der Sturm- und Hochwasserkatastrophe ums Leben.

Eine vom Hochwasser beschädigte Chemiefabrik bei Houston meldete am Abend, dass es erneut zu einem Feuer in der Anlage gekommen sei. Zugleich warnte eine Sprecherin, weitere Explosionen seien möglich. In der Fabrik ist die Kühlung ausgefallen; die Explosion dort gelagerter chemischer Substanzen wird dadurch begünstigt. Von einer Gefahr für die Öffentlichkeit war aber nicht auszugehen.

Die ebenfalls in Texas gelegene Stadt Beaumont an der Grenze zu Louisiana versuchte indes, ihre Bevölkerung mit ausreichend Wasserflaschen auszustatten. Nach dem Ausfall einer Pumpstation gibt es dort seit Donnerstag kein Leitungswasser mehr.

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