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Lage nach Sturmtief "Sebastian" wieder normalisiert

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Lage nach Sturmtief "Sebastian" wieder normalisiert

14.09.2017, 11:08 Uhr | dpa

Lage nach Sturmtief "Sebastian" wieder normalisiert. Sturmflut überschwemmt Strand

Eine Sturmflut überschwemmt den Strand von St. Peter-Ording. Foto: Wolfgang Runge (Quelle: dpa)

Nach dem Sturmtief "Sebastian" hat sich die Situation im Norden am Donnerstag weitgehend normalisiert. Auch der unterbrochene Zugverkehr in Schleswig-Holstein wurde wieder aufgenommen. Am Morgen war nach Angaben der Deutschen Bahn nur noch der Regionalverkehr auf den Strecken Kiel-Rendsburg (RB 75) und Kiel-Husum (RE 74) gestört. Die Strecken Hamburg-Flensburg und Lübeck-Puttgarden wurden am Morgen wieder freigegeben. 

Am Mittwoch war "Sebastian" mit einer Geschwindigkeit von bis zu 140 Stundenkilometer über Norddeutschland hinweggefegt. In Hamburg starb ein Mann, als in der Innenstadt ein Baugerüst umstürzte und ihn unter sich begrub. In Wyk auf Föhr wurde eine 70 Jahre alte Fußgängerin von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt. In Kiel fiel ein Ziegel vom Dach der Nikolaikirche auf ein Auto und zerschlug das Glasdach. Der Fahrer hatte den Wagen kurz zuvor verlassen.

Auf dem Höhepunkt des Sturms rückten die Feuerwehren in Schleswig-Holstein und Hamburg im Minutentakt aus, um umgestürzte Bäume, abgerissene Äste und herabgefallene Gerüstteile zu sichern sowie Straßen und Schienen freizuräumen. Die Feuerwehr Hamburg verzeichnete zwischen 12 Uhr und 19.15 Uhr mehr als 350 sturmbedingte Einsätze. Der Hamburger Fischmarkt wurde nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie leicht überflutet. 

In Schleswig-Holstein mussten die Feuerwehren nach Angaben des Landesfeuerwehrverbandes bis Donnerstagmorgen rund 1300 Mal ausrücken. Vor allem an der Westküste gingen zahlreiche Notrufe wegen umgeknickter Bäume, loser Äste und umherfliegender Dachpfannen, Verkehrsschilder und Strandkörbe ein. 

In der Nacht normalisierte sich die Lage überall. Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr gab es kaum noch Einsätze.

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