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Erste in Eisenhüttenstadt vermisste Flüchtlinge aufgetaucht

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Landtag  

Erste in Eisenhüttenstadt vermisste Flüchtlinge aufgetaucht

21.09.2017, 15:59 Uhr | dpa

Zwei der rund 50 aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) verschwundenen Flüchtlinge sind in Berlin aufgetaucht. Die beiden hätten dort Asylanträge gestellt, sagte der Leiter der Erstaufnahme, Frank Nürnberger, am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags in Potsdam.

Die Bundespolizei hatte die Flüchtlinge am Wochenende auf der Autobahn 12 in der Nähe von Frankfurt (Oder) aufgegriffen. Der Fahrer und ein weiterer Mann kamen als mutmaßliche Schleuser in Untersuchungshaft, die Flüchtlinge wurden nach Eisenhüttenstadt gebracht. Die Einrichtung verließen sie aber fast alle wenig später in unbekannte Richtung.

Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) sagte im Ausschuss, vor zwei Jahren sei es keine Seltenheit gewesen, dass in Brandenburg erfasste Flüchtlinge in andere Bundesländer weitergezogen seien. Inzwischen sei dies aber weniger ein Problem. Innerhalb des Landkreises könnten sich die in Eisenhüttenstadt untergebrachten Asylbewerber grundsätzlich legal bewegen.

Die Behörden hatten bereits angekündigt, dass sie eine Woche nach dem Verschwinden der Flüchtlinge, darunter auch ganze Familien mit Kindern, eine Fahndung einleiten wollten. Diese soll allerdings nur zur Feststellung des Aufenthaltsortes dienen, nicht zu einer Festnahme. Die Erwachsenen waren laut Schröter von der Bundespolizei in Zusammenarbeit mit der Landespolizei erkennungsdienstlich behandelt worden. Das bedeutet, das Fotos und Fingerabdrücke vorliegen.

Schröter berichtete weiter, dass derzeit mehr als die Hälfte der rund 3200 belegbaren Plätze in Flüchtlingsunterkünften des Landes leer stehen. Schrittweise werden deshalb Kapazitäten reduziert. Bislang kamen in diesem Jahr rund 3000 Flüchtlinge nach Brandenburg, im vergangenen Jahr waren es knapp 10 000, im Jahr 2015 war die Rekordzahl von 28 000 Flüchtlingen registriert worden. Die größten Gruppen stellten zuletzt Syrer und Tschetschenen.

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