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Löwen glücklich nach extremer Handball-Belastung

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Löwen glücklich nach extremer Handball-Belastung

08.10.2017, 11:18 Uhr | dpa

Die letzten Minuten einer extremen Woche genoss Nikolaj Jacobsen in vollen Zügen. Ganz entspannt schaute sich der Trainer der Rhein-Neckar Löwen die Schlussphase seiner Mannschaft in der Champions-League-Begegnung beim schwedischen Handball-Meister IFK Kristianstad an, ehe der unerwartet deutliche 35:22 (18:12)-Erfolg feststand. "Das war eine perfekte und schwierige Woche mit vielen schweren Spielen für uns", sagte der Däne nach dem vierten Spiel innerhalb von sieben Tagen.

Zunächst hatten sich die Nordbadener in der Bundesliga durch Siege über den THW Kiel, die TSV Hannover-Burgdorf und den TV Hüttenberg eine gute Ausgangslage im Titelrennen verschafft, am Samstag folgte dann die Krönung in der Königsklasse mit dem klaren Sieg in Schweden. "Wir können stolz auf das sein, was wir erreicht haben", sagte der erschöpfte Kapitän Andy Schmid, der wieder einmal zu den besten Löwen gehörte.

Mit Schmid stand nur ein einziger Feldspieler aus der Stammformation auf dem Feld, die Leistungsträger Hendrik Pekeler, Patrick Groetzki, Gudjon Valur Sigurdsson und Alexander Petersson wurden gar nicht eingesetzt. Und trotzdem entnervten die Nordbadener den schwedischen Meister mit permanentem Überzahlspiel in Ballbesitz, immer wieder fanden die Löwen den freien Mann und nutzten ihre Chancen eiskalt.

Konsequenz, Kaltschnäuzigkeit, Kompromisslosigkeit und Konzentration - alles passte auch im vierten Spiel binnen einer Woche. Mit 6:2 Punkten hat der in der Champions League noch ungeschlagene deutsche Meister fraglos einen starken Start hingelegt, doch die neuen Aufgaben stehen bereits an. Schon am Donnerstag geht es auf internationaler Bühne gegen den kroatischen Serienmeister HC Zagreb weiter, am Sonntag steht bei der HSG Wetzlar das nächste schwere Bundesligaspiel an.

Ohnehin hat es das Programm der Löwen im Herbst in sich, denn nach der selbst ernannten "Monsterwoche" mit vier Begegnungen in sieben Tagen sowie der Partie gegen Zagreb am Donnerstag stehen neun Auswärtspartien in Folge an. Pokal, Liga und Champions League - die Mannheimer werden weiterhin extrem gefordert, weshalb Trainer Jacobsen trotz der jüngsten Erfolge keinesfalls in Euphorie verfällt. "Wenn der November vorbei ist, werden wir sehen, ob wir nach ganz oben schauen können", sagt der Däne.

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