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Nil-Kreuzfahrt: Ägypten auf die bequeme Tour

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Nil-Kreuzfahrt  

Bequeme Tour durch das Land der Pharaonen

28.12.2011, 12:02 Uhr | Z. Tomsic/srt

Nil-Kreuzfahrt: Ägypten auf die bequeme Tour. Eine malerische Feluken-Fahrt sollte in Assuan auf dem Programm stehen. (Quelle: AFP)

Eine malerische Feluken-Fahrt sollte in Assuan auf dem Programm stehen. (Quelle: AFP)

Während das Schiff gemächlich gen Süden schippert, lassen es sich die Urlauber mit einem Drink auf dem Oberdeck gut gehen und die malerischen Landschaftsbilder an sich vorbeiziehen: Ja, so ähnlich spielt sich ein Nachmittag auf einem Kreuzfahrtschiff ab. Immer wieder wechseln sich schlichte Dörfer, eingebettet in die subtropische Vegetation mit üppigen Palmenhainen, mit modernen Städten und antiken Tempeln ab. Letztere sind auch der Grund dafür, warum so viele Ägypten-Besucher eine Kreuzfahrt machen. Schließlich ist der rund 200 Kilometer lange Wasserweg von Luxor nach Assuan mit Höhepunkten altägyptischer Kultur gesäumt. Zudem geht es an Bord sehr beschaulich und locker zu - bequemer lässt sich das Land der Pharaonen wohl kaum erkunden. Wir stellen die wichtigsten Ziele entlang des Nils vor - auch in unserer Foto-Show.

Luxor - ein Paradies für Hobbyarchäologen

Ausgangspunkt und zugleich schönste Station einer Nil-Kreuzfahrt ist Luxor. Die rund 700 Kilometer südlich von Kairo gelegene Stadt war zur Zeit der Pharaonen die Hauptstadt des Landes. Die antike Bezeichnung Theben ist auch heute noch in der archäologischen Terminologie zur Einteilung der Stadt gebräuchlich - unterschieden wird nach Theben West und Theben Ost. An der Westseite des Nils, wo die Sonne untergeht, ließen die berühmten Könige der 18. und 19. Dynastie ihre Totenstätten anlegen. Zum Pflichtprogramm gehören der Terrassentempel von Hatschepsut, der einzigen Frau auf dem Pharao-Thron, und natürlich das Tal der Könige mit seinen über 60 Gräbern. Das gut erhaltene Grab von Tutanchamun lässt erahnen, wie prächtig diese Gräber ausgestattet waren, bevor die kostbaren Inhalte geplündert wurden. Doch so faszinierend die Darstellungen der Mythen und Totenzeremonien dort sind, sie verblassen im Vergleich zum Grab der Nefertari im Tal der Königinnen. Die letzte Ruhestätte der Lieblingsfrau von Ramses II. ist das schönste und farbenprächtigste Grab.

Ein Pharao zeigt sein Gesicht

Seit vergangenem November ist das Tal der Könige um eine Attraktion reicher: Erstmals können Besucher Tutanchamuns Mumie ohne die goldene Totenmaske in seinem Grab sehen. Von den rund 60 im Tal der Könige entdeckten Grabkammern ist dies die einzige, die sich nach wie vor an ihrer letzten Ruhestätte befindet. Noch bis Mai 2008 können Reisende dem Pharao einen Besuch abstatten. Danach wird die Grabstätte für ein Jahr geschlossen, damit die einzigartigen Wandmalereien restauriert werden können.

Größte Tempelanlage Ägyptens

Während die Westseite den Toten geweiht war, befanden sich am Ostufer die Tempelanlagen der Lebenden. Darunter auch der Karnak-Tempel - die größte Anlage Ägyptens bezeugt mit bis zu 40 Meter hohen Säulen die Unsterblichkeit der Pharaonen. Herausragend unter den Ruinen sind der Tempel des Amun-Re mit seinen insgesamt zehn Pylonen. Eine besondere Stimmung herrscht nach Sonnenuntergang, wenn die Säulen und Obelisken im Scheinwerferlicht golden leuchten. Anders als bei Tage legen die meisten Besucher den Weg von der Allee der widderköpfigen Sphingen durch den Großen Säulensaal und bis zum Heiligen See schweigend zurück, um die Erhabenheit auf sich wirken zu lassen.

Edfu wartet mit dem am besten erhaltenen Tempel auf

Ein weiterer Punkt auf dem Programm ist Edfu mit dem am besten erhaltenen Tempel Ägyptens. Beeindruckend sind schon seine Dimensionen: 36 Meter hoch und 64 Meter breit ist der Eingangspylon. Auf dem riesigen Relief packt der Pharao den Feind am Schopf und schlägt mit der Keule auf ihn ein - Symbol für die Macht der Herrscher, jedes Chaos von Ägypten abzuwenden. Doch auch die unzähligen Götter waren nicht vor Querelen gefeit. Eine davon ist auf den Reliefen im inneren Tempelumgang verewigt. Weil der böse Seth den guten Horus auf seiner Barke umbringen wollte, verwandelte er sich in ein Nilpferd. Doch Sonnengott Re bemerkte die List und blendete Seth mit seinen Strahlen. So konnte Horus das Nilpferd in Ketten legen und es zur Strafe den ganzen Nil entlang schleifen.

Malerische Feluken-Fahrt in Assuan

Ziel der Kreuzfahrt ist Assuan. Vor einer Sanddünen-Kulisse auf dem Nil kreuzende Feluken machen den besonderen Charme des Ortes aus. Diese Holzboote mit ihren riesigen Segeln werden seit Jahrhunderten genutzt. Besucher können sich damit auf die Elephantine-Insel übersetzen oder zum Assuanhochdamm hinauffahren lassen. Unterwegs lässt sich auch ein Blick auf das malerisch am Nil gelegene Old Cataract Hotel erhaschen. Bekannt ist es vor allem durch die Schriftstellerin Agatha Christie, die hier Teile ihres Romans "Tod auf dem Nil" schrieb. Den Abend lässt man am besten auf dem Gewürzmarkt ausklinken - sich einfach unter die Menschen mischen und das bunte Treiben hautnah erleben lautet die Devise.

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