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Ein Königreich für Entdecker

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Ein Königreich für Entdecker

09.05.2008, 11:39 Uhr | Von Katja-Barbara Heine ("Urlaub Perfekt")

"Balak! Balak!" Schrill und schnell ertönt der Schrei im Menschengewühl der Gasse. "Achtung, Achtung", übersetzt El Hou, unser marokkanischer Führer. Wir drängen uns an eine unverputzte Mauer, um wieder ein beladenes Maultier passieren zu lassen. Dann geht's weiter durch die Medina von Fes, dieses verschachtelte Labyrinth aus Läden und Tunneln. Lärmende Basare und feudale Paläste, Wüstenburgen und Datteloasen, schneebedeckte Berge und tolle Strände - Marokko ist ein heißer Reisetipp für jede Jahreszeit.

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Farben, Düfte und Klänge der Souks
Ohne unseren Führer El Hou wären wir auf diesem Souk, wie der Basar hier heißt, verloren. Händler buhlen in Djalabas, den traditionellen Kapuzengewändern, um Aufmerksamkeit. Immer wieder schieben sich bepackte Esel, Handkarren und Fahrräder durchs Gedränge. Verschleierte Frauen vor verzierten Wandbrunnen, Türme aus hellgrünem Hennapulver, bestickte Pantoffeln, bunte Handytaschen, meterlange Trockenobstgirlanden. Düfte und Klänge verschwenden sich hier, Farben leuchten wie frisch lackiert, die Verführung lauert überall. Das Märchen Marokko ist so, wie wir es uns vorgestellt haben. Nur schöner. Wir werden noch viel staunen in den nächsten Tagen, verspricht unser Guide El Hou. Er wird uns durch sein Land führen.

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Geheimnisvoller Königspalast
Am Nachmittag zeigt sich Fes, die älteste Stadt Marokkos, als Gesamtkunstwerk aus drei Epochen: Der arabische Stadtkern mit der Medina aus dem 9. Jahrhundert, das 500 Jahre jüngere, islamisch geprägte Fes der Mériniden-Herrscher und die Ville Nouvelle der Franzosen mit ihren Amtsgebäuden, palmengesäumten Boulevards und südeuropäischen Straßencafés. Mittendrin der wohl prunkvollste Teil der Stadt: der Königspalast von Fes. Wie er von innen aussieht, weiß niemand, erklärt El Hou. Man munkelt von Golfplätzen, Swimmingpools, einem Hubschrauberlandeplatz. Doch die Sommerresidenz von König Mohamed VI., im Volksmund liebevoll M6 genannt, bleibt ein Geheimnis.

Marrakesch: Mondäne Perle des Orients
Steht Fes für das arabische Mittelalter und ein unangetastetes Stück Orient, in dem der Tourismus noch in den Anfängen ist, so gibt sich Marrakesch seit jeher mondän und extravagant. Die verschneiten Hänge des Atlas glitzern vornehm in der Sonne. Limousinen parken vor gläsernen Shopping Malls. In Marrakesch geht die große weite Welt ein und aus, und das hat Tradition. Der Milliardärsenkel Paul Getty, John Lennon, Yves Saint Laurent - sie alle führten hier eine ausschweifende Parallelexistenz.

Foto-Serie Marrakesch, Perle des Orients

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Wo Nicole Kidman und Brad Pitt schliefen
Auch heute hält sich der internationale Jetset immer wieder gern in der „rot-grünen Perle des Südens“ auf. Am liebsten in den so genannten Riads, historischen, bis zu 1000 Quadratmeter großen Hofhäusern, die von namhaften Innenarchitekten zu eleganten Herbergen umfunktioniert worden sind. Mittlerweile locken allein in Marrakesch über 280 Riadhotels verschiedener Preisklassen, darunter der Luxustempel La Mamounia, in dem sich Nicole Kidman, Brad Pitt und Jade Jagger die Klinke in die Hand geben.

Größte Bühne Afrikas
Hauptattraktion von Marrakesch ist zweifellos der Gauklerplatz Jemaa el Fna, Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Noch vor 100 Jahren wurden hier die Köpfe von Hingerichteten zur Schau gestellt. Heute ist die größte Bühne Afrikas alles andere als leblos: Schon nachmittags sichern sich Hunderte von Tänzern, Akrobaten und Musikern ihr Plätzchen zwischen Garküchen und Saftbuden. Dann ist ein guter Moment, um sich in der Brasserie du Glacier an einen Tisch zu setzen, Nusnus, den köstlichen marokkanischen Milchkaffee, zu bestellen - und der Dinge zu harren. In der Dämmerung zeigen Wahrsager, Märchenerzähler, Schlangenbeschwörer und Affenbändiger ihre Fertigkeiten gegen etwas Bakschisch.

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Wüstenzauber in Filmkulissen
Auf dem 2260 Meter hohen Tizi-n-Tichka-Pass pfeift ein schneidender Wind. Hier oben liegt die Grenze zwischen dem fruchtbaren Nordwesten, aus dem wir kommen, und dem wüstenhaften Südosten Marokkos. Die Schwelle in eine andere Welt, sagt El Hou. Jenseits des Atlas beginnt Afrika erst so richtig: warme Erd- und Ockertöne über die endlose Weite gepinselt. Wir sind im Reich der Berber, erklärt El Hou und zeigt uns Lehmdörfer, die perfekt getarnt an rotbraunen Hängen kleben. Die moderne Stadt Ouarzazate ist die letzte Station vor der Sahara. In Ait Benhaddou thronen ineinander verschachtelte Wohnburgen aus Lehm erhaben an einem kleinen Fluss. Irgendwie wirken diese Kasbahs (Wüstenburgen) vertraut. Tatsächlich: Hier wurde 1962 der Filmklassiker „Lawrence von Arabien“ gedreht. Heute ist die Filmkulisse verwaist und von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Foto-Serie Ouarzazate, Tor zur Sahara

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Fünf Sterne am Atlantikstrand
Schneeweiße Hotelkomplexe zwischen futuristischen Poollandschaften. Elitäre Clubanlagen im honiggelben Sand. Golf- und Tennisplätze, frisch geteerte Asphaltstraßen, gepflegte Grünflächen direkt am Meer. Willkommen in Founty Beach, Marokkos neuem Ferienmekka am Atlantik. Die Siedlung nördlich von Agadir scheint so gar nicht zum geheimnisumwitterten, traditionsreichen Rest des Landes zu passen. Hier unterhalten internationale Hotelketten wie Kempinski, Riu und Sofitel elegante Fünf-Sterne-Häuser.  Eine Vergangenheit hat Founty Beach noch nicht, dafür umso mehr Pläne für die Zukunft: Über 20.000 neue Gästebetten sollen in den nächsten Jahren zu den bereits vorhandenen 28.000 dazukommen. Noch mehr Sportplätze, noch mehr Mini-Clubs für Kinder, ein Kongresszentrum. Behörden und Investoren sind zuversichtlich: Auf den zehn Kilometern Traumstrand ist an mehr als 300 Sonnentagen im Jahr genügend Platz für alle.

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