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Paradies im Indischen Ozean

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Seychellen  

Paradies im Indischen Ozean

20.11.2008, 08:35 Uhr | srt

Traumhafter Strand auf Sillhouette Island, der drittgrößten Insel der Seychellen. (Foto: srt/Ottilie)Traumhafter Strand auf Sillhouette Island, der drittgrößten Insel der Seychellen. (Foto: srt/Ottilie)

Das Leben ist eine Postkarte. Zumindest für die Bewohner der Seychellen. Sie leben tagtäglich in einem Materie gewordenen Klischee aus blauem Himmel, türkisfarbener Lagune, weißem Sandstrand und den Palmenhainen dahinter und sind so stolz darauf, dass sie ihre kleine Inselrepublik sogar als das Paradies auszeichnen und ihren Besuchern gerne ein paar Tage Adam-und-Eva-Gefühl gewähren. Sehen Sie selbst in unserer Foto-Serie.

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Auf die Insel mit der kleinsten Airline der Welt

Schon in der Maschine der landeseigenen Fluggesellschaft - der kleinsten der Welt - prangen die Postkarten als Plakate an der Wand. Um sieben Uhr morgens dann biegt der Ferienflieger um eine scheinbare Kurve, bricht aus der Wolkendecke, und die Postkarte gewinnt auch für ihren bisher fernsten Besucher eine dritte Dimension. Tiefgrün bedeckte Berge erheben sich aus dem dunkelblauen Ozean, eingefasst von einem türkisfarbenen Rahmen. Kleine weiße Häuser zieren die Berghänge, deren weiche Kanten am Fuß des Gebirges in den Strand auslaufen. In der Lagune des indischen Ozeans vermischen sich Weiß, Beige und Gold mit Blau, Grün und Türkis wie Tusche auf einem Aquarell. So gibt sich das Luxusparadies auf Erden mit reichlich Sonnenschein und leuchtender Tropenkulisse - und das 365 Tage im Jahr.

70 Prozent kommen zum Flittern

Der Anlass, Luxussuiten ab 300 Euro die Nacht zu mieten, muss besonders sein. "70 Prozent unserer Besucher sind Honeymooner", sagt Vinesh Gupta, General Manager des Hotel Labriz auf Silhouette, der drittgrößten Seychellen-Insel. Das exklusive Hotel ist das einzige auf der Insel. Guptas Bedienstete kutschieren die Gäste per umweltfreundlichem Elektroauto durch die anderthalb Kilometer lange Strandanlage, vom Luxusbungalow zum japanischen Restaurant auf Stelzen, zum Tauchcenter oder zum Wohlfühlbereich. Auf dieser Postkarte sind kaum Menschen abgebildet, denn davon gab es im biblischen Paradies ja auch nur ein Paar. Auch am Strand hinter den 120-Quadratmeter-Luxushütten sind kaum Besucher zu sehen, Privatsphäre ist Gastgebern wie Gästen gleichsam ein hohes Gut.

Tour durchs natürliche Paradies

Und für den Fall, dass das Buch dann doch nach drei Tagen ausgelesen ist, hat das Paradies ein hübsches Programm zusammengestellt. Schnorcheln, Tauchen und Ausflüge auf die Hauptinsel Mahé mit Marktbesuch und Shopping beispielsweise. Auf Silhouette selbst jedoch können Adams und Evas wie echte Entdecker durch den ansässigen Garten Eden streifen. Der Dschungel erhebt sich bis auf 700 Meter über dem Meeresspiegel über moosbewachsenen Granitfelsen in üppigem Grün, in seinem beinahe ursprünglichen Zustand. Ron Gerlach, ein engagierter Umweltschützer, führt Besucher durch das grüne Herz der Insel, stellt heimische Flora und Fauna vor, rupft nebenbei die parasitär wuchernden Zimtbäume am Wegesrand heraus und klärt die spöttische Frage, ob es in diesem Paradies denn auch Schlangen gibt.

Von Riesenschildkröten und Dodos

Natürlich gibt es sie, aber nur kleine. Besonders kleine sogar, wie die regenwurmähnliche Erdwühle, die laut Gerlach eigentlich gar keine Schlange, sondern lieber ein Frosch wäre, rein evolutionär betrachtet. Mit Tieren, die eigentlich einer anderen Art angehören müssten oder sein wollen, scheint sich Gerlach auszukennen. Seit elf Jahren kümmert er sich um zwölf Riesenschildkröten, die er auf einer Farm neben der Luxusanlage hegt und pflegt. Über sie verfasste er ein Kinderbuch, in dem er erklärt, warum die Riesenschildkröte eigentlich ein Dodo sein wollte. Den Dodo, ein fabelhafter Vogel, der einst auf Mauritius lebte, ereilte das Schicksal im 17. Jahrhundert. Er starb aus, weil die neuangekommenen europäischen Siedler auf der Insel die Umwelt des Vogels und ihn selbst rücksichtslos vernichteten. Das wäre den Seychellen-Riesenschildkröten beinahe auch passiert. Erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts begann man, den Handel mit dem Fleisch der Reptilien zu verbieten. Fortan lebten sie meist als Zootiere in den Gärten der Reichen. Ende der 1990er Jahre entdeckte Gerlachs Sohn eine Unterart der Gattung Dipsochelys auf Silhouette und sein Vater, der bisher hauptsächlich Pflanzen und Vögel auf der Insel umsorgte, nahm sich der Tiere an. Er sammelte sie von den anderen Inseln zusammen, gab ihnen ein artgerechtes Zuhause und bewahrt seither ihre Brut vor riesigen Krabben und anderen Räubern. 160 Tiere, vom Ei bis zum 125-jährigen Stammvater Adam leben in dem Areal und lassen sich von ihrem Ziehvater Ron sogar streicheln und strecken katzengleich den Hals, wenn sie gekrault werden. Mit Souvenirverkäufen, Tierpatenschaften und Spenden finanziert Ron Gerlach die Zuchtstation in direkter Nachbarschaft zum Luxushotel. Mittlerweile leben Hotel und Schildkröten in trauter Symbiose und bieten nicht nur den Touristen ein bisschen mehr das Gefühl, sich in wahrhaft biblischen Gefilden zu befinden.


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Weitere Informationen

Fremdenverkehrsamt: Seychelles Tourist Office, Hochstraße 17, 60313 Frankfurt, Tel 069/29720789, Fax 29720792, E-Mail: info@seychelles-service-center.de, Internet: www.seychelles.travel;

Flüge: Air Seychelles wird ab 29. März 2009 wöchentlich montags ab Frankfurt via Rom nach Mahé fliegen, auch Air France, Condor, Emirates und Quatar Airways fliegen die Insel an, Tickets ab 1000 Euro;

Einreise: Für die Einreise werden Reisepass, Rückflugticket und Hotelbuchung benötigt. Das Einreisedokument muss mindestens für die Reisedauer gültig sein;

Geld: Die Seychellen verfügen zwar über eine eigene Währung - Seychellen Rupien - aber Hotels, Restaurants und Geschäfte nehmen ausschließlich Euro und Dollar entgegen, Umtausch in Rupien lohnt nicht;

Schildkrötenfarm: Giant Tortoise Conservation Project, Silhouette, E-Mail: npts@seychelles.net, Internet: members.aol.com/jstgerlach

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