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Mayotte: die EU hat ein neues Inselparadies

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Neues EU-Mitglied Mayotte  

Die EU hat ein neues Inselparadies

05.01.2014, 12:54 Uhr | Julia Rothhaas, dpa, srt

Mayotte: die EU hat ein neues Inselparadies. Mayotte - Mitglied der EU. (Quelle: dpa)

Mayotte - Mitglied der EU. (Quelle: dpa)

Am 1. Januar 2014 war es soweit: Mit der französischen Insel Mayotte ist die Europäische Union um ein Eiland reicher. Der neue Außenposten der EU liegt vor der Küste Afrikas im Indischen Ozean und bildet das 101. französische Département. Eigentlich hat Europa schon genügend schöne Inseln zu bieten. Doch keine hat die Exotik von Mayotte: Dort legen Schildkröten nachts ihre Eier in den weißen Sand, die Felder duften nach Vanille und Ylang-Ylang und an Traumstränden spenden meterhohe Palmen Schatten in der Mittagshitze. Werfen Sie einen Blick auf dieses paradiesische Stück Europa in unserer Foto-Show.

Insulaner stolpern in die EU

Mayotte liegt im Indischen Ozean, zwischen Mosambik und Madagaskar. Das Eiland gehört seit 1841 zu Frankreich und galt als Überseeterritorium mit Sonderstatus. Das heißt, Mayotte hat eine eigene Verwaltung, ist aber verteidigungs- und außenpolitisch von Frankreich abhängig. Mayotte besteht aus zwei Inseln. Grande Terre ist die größere der beiden, ihre Kontur erinnert an ein umgedrehtes Seepferdchen. Auf Grande Terre liegt die Hauptstadt Mamoudzou. Direkt gegenüber vom Hafen schlägt das Herz der Stadt, der Marktplatz. Hier werden vor allem Produkte des täglichen Bedarfs verkauft, aber man findet auch eine große Auswahl an Gewürzen und wohl duftenden Essenzen. Kein Wunder, dass die Komoren auch "Parfüminseln" genannt werden. Denn der Extrakt der sternenförmigen Ylang-Ylang-Blüte, die hier das ganze Jahr über blüht, ist ein wichtiger Bestandteil in Parfüms. Aber das ist olfaktorisch nicht alles, was Mayotte zu bieten hat: Hier wachsen circa 50 verschiedene Orchideensorten. Eine weitere Besonderheit der Insel sind die Braunen Makis, eine kleinwüchsige Halbaffenart, die nur hier und auf Madagaskar zu finden ist, und die einen gerne ein paar Schritte lang begleiten.

Traumhafte Strände auf Mayotte

Die zweite Insel ist viel kleiner, heißt Petite Terre und liegt östlich der Hauptinsel. Sie besteht aus der Insel Pamandzi und dem Felsen Dzaoudzi. Die Franzosen bauten zur Zeit der Kolonialisierung einen Damm, der Insel und Felsen miteinander verbindet. Auf Petite Terre gibt es vor allem den Kratersee Dziani Dzaha zu entdecken, dessen schwefelhaltiges Wasser in einem besonders intensiven Grünton schimmert. Von der Anhöhe aus hat man einen guten Blick über die beiden Inseln. Aber auf Mayotte sollte man gar nicht so viel Zeit auf Anhöhen verbringen, sondern lieber am Strand. Die Lagune zählt zu den Schönsten weltweit, hier lässt es sich ausgiebig Schnorcheln und Tauchen und nachts kann man Meeresschildkröten beim Eierlegen beobachten, zum Beispiel im Naturreservat Saziley. Als einer der schönsten Strände gilt der in Ngouja im Südwesten von Grande Terre. Wer sich nach dem Bad im Meer das Salzwasser in ganz besonderer Atmosphäre abspülen möchte, der sollte sich unter den Cascade de Soulou, einen Wasserfall im Nordwesten, stellen. Bei Ebbe bilden die Wassermassen eine perfekte Stranddusche. Am Wochenende wird dort aber nicht nur geduscht, viele Einheimische treffen sich auch zum Picknick. Ziemlich paradiesisch also, dieses neue Stück EU.

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Weitere Informationen

Antenne du Comité Départemental du Tourisme de Mayotte à Paris, Tel. 0033/155030303, www.mayotte-tourisme.com (nur französisch).

Anreise: Flüge ab Frankreich über Réunion, der Flughafen Pamandzi befindet sich auf Petite Terre, von Deutschland aus ab circa 1400 Euro (Hin- und Rückflug).

Währung: Euro.

Einreise: visumsfrei mit gültigem Reisepass für europäische Staatsangehörige.

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