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Krüger-Nationalpark  

Ein Stück Arche Noah in Südafrika

27.02.2010, 18:25 Uhr | Karsten-Thilo Raab/srt, srt

Krüger-Nationalpark. Krüger-Nationalpark: Löwen in freier Wildbahn erleben (Foto: K.-T. Raab/srt)

Krüger-Nationalpark: Löwen in freier Wildbahn erleben (Foto: K.-T. Raab/srt)

Auf einmal scheint der stattliche Geländewagen zerbrechlich und klein. Kein Wunder, der mächtige Dickhäuter in gut 40, 50 Metern Entfernung wirkt nicht gerade wie ein Kuscheltier. Wie eine mächtige graue Wand blockiert die Elefantendame die sandige Straße. In der Abendsonne fällt der Blick auf ein Elefantenkalb, das gemächlichen Schrittes wenige Meter hinter seiner Mutter hertrabt. Die erzürnte Dickhäuterdame beginnt aufgeregt zu trompeten. Plötzlich bewegt sich die graue Wand auf den Jeep zu, der von jetzt auf gleich wie ein hauchdünnes Stück Blech wirkt, das mit einem Tritt zermalmt werden könnte. Elefantenmamis kennen keinen Spaß, wenn es um den Schutz ihrer Stammhalter geht. Okay, dies ist ja nicht der einzige Weg zurück in die Lodge. Eine kleine Powerwende, Gang rein, Gas geben und schon schrumpft der stolze Rüsselträger im Rückspiegel auf das Format einer Maus. Für ein Erinnerungsfoto an die unvermittelte Begegnung mit dem afrikanischen Elefanten bleibt keine Zeit. Aber es bieten sich noch viele zahllose Gelegenheiten. Denn im Krüger-Nationalpark leben weit mehr als 10.000 Elefanten. Wildlife-Feeling gibt es auch in unserer Foto-Serie.


Heimat unzähliger Vogel- und Reptilienarten

Bei einer stattlichen Nord-Süd-Ausdehnung von 350 Kilometern und einer 60 Kilometer langen Ost-West-Achse dient der Krüger-Nationalpark als Heimat für mehr als 500 Vogelarten. Hinzu kommen rund 110 Reptilienarten und gut 150 verschiedene Säugetiere - darunter mit Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörnern und Büffeln die sogenannten Big Five. Mächtige Tiere, die hinter der schützenden Abzäunung eines Zoo doch ungleich kuscheliger anmuten als in der freien Wildbahn. Doch gerade dies macht den Reiz aus. Wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung aufzuspüren und aus sicherer Distanz zu beobachten, lassen den Besuch des Krüger-Nationalparks zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.


Je früher, desto bessere Aussichten

Hinter jeder Biegung, hinter jedem Hügel, jedem Busch wartet eine neue Überraschung. Mal zieht ein Weißrückengeier majestätisch seine Kreise am strahlend blauen Himmel, mal ruft sich ein vorsichtiger Kudu seinen Weg durchs Gebüsch, dann tänzelt eine Herde Impalas wie Ballerinas durch den Busch oder ein Zebra schüttelt friedlich grasend seine gestreifte Mähne. Hier im Krüger-Nationalpark, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1898 zurückreicht, gilt auch für die tierischen Jäger und Besucher gleichermaßen, dass der frühe Vogel den Wurm fängt. Denn, wer den Artenreichtum in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen möchte, der muss mit dem ersten Gesang der Vögel aus den Federn. Wenn es noch kühl und frisch ist, herrscht in der Wildnis Hochbetrieb, dann sind die Tiere am aktivsten. In der Mittagshitze liegen nicht nur die Löwen träge im Schatten herum. Die meisten Tiere ziehen sich in ihre Schutzbereiche zurück und kommen erst wieder in der aufgehenden Abendsonne zum Vorschein. Die Hitze des späten Nachmittags intensiviert auch die Gerüche nach Dung, verbrannter Erde und Kartoffelbüschen sowie den Duft nach Freiheit. Hinzu kommt ein faszinierendes Spektrum an tierischen Lauten, das einem bei Schritt und Tritt deutlich macht, dass es im Krüger-Nationalpark überall vor wilden Tieren nur so wimmelt.


Bester Treffpunkt: das Wasserloch

Der beste Platz, um Antilopen, Büffel, Flusspferde, Fleckenhyänen und Krokodile, aber auch Warzenschweine, Meerkatzen, Streifengnus oder Giraffen zu beobachten, liegt in der Nähe der Wasserlöcher. Das Warten lohnt sich auf jeden Fall. In Minutenschnelle kann sich die Szenerie wandeln. Wo sich eben noch ein Buschbock am Wasser labte, beenden nun durstige Leoparden oder Löwen den Frieden. Wobei sich die Raubkatzen kaum entscheiden können, ob sie erst den Durst oder den Hunger stillen sollen. Und schon geht die mörderische Hatz los. Wer als Sieger das Terrain verlässt, das hängt davon ab, wie früh der Bock die nahende Gefahr spürt. Doch nicht jedem ist es vergönnt, solche Szenen zu beobachten. Südafrikas Arche Noah, die mit 20.000 Quadratmetern ein Gebiet von der Fläche Belgiens umfasst, hat ihre eigenen Gesetze. Zu denen gehört aus Tiersicht vor allem das "Fressen und gefressen werden", während für die Besucher mit Blick auf die Raubkatzen gilt: aus sicherer Distanz sehen und am besten nicht gesehen werden.

Näheres zum Krüger-Nationalpark
Der Krüger-Nationalpark liegt im Nordosten Südafrikas in den Provinzen Mpumalanga und Limpopo. Er erstreckt sich vom Krokodilfluss im Süden bis zum Limpopo, dem Grenzfluss zu Mosambik, im Norden über eine Fläche von knapp 20.000 Quadratkilometern. Gemeinsam mit dem Limpopo-Nationalpark in Mosambik und dem Gonarezhou-Nationalpark in Simbabwe bildet der Krüger-Nationalpark den Great Limpopo Transfrontier Park. Gegründet wurde der Park 1898 von Präsident Paul Kruger zum Schutz der Wildnis ins Leben gerufen. 1926 erhielt das Gebiet den Status Nationalpark und erhielt den Namen des Gründers; Eintritt: 160 Rand, Kinder bis 12 Jahren 80 Rand pro Tag; Reisezeit: Die beste Reisezeit ist während der trockenen Winter von April bis September, wenn die Vegetation weniger dicht ist und die Tiere sich eher in der Nähe der Flüsse und Wasserlöcher aufhalten. Die Sommer von Oktober bis März sind zumeist heiß und gewitterreich. Im Dezember und Januar steigen die Temperaturen auf bis zu 50 Grad Celsius; Internet: www.sanparks.org/parks/kruger

Weitere Informationen
Anreise: South African Airways fliegt täglich nonstop von Frankfurt nach Johannesburg. Von Johannesburg gibt es Charterflüge direkt zum Outpost-Landeplatz im Krüger-Park. Die Anreise ist auch im Mietwagen möglich, Fahrzeit circa sechs Stunden. Sprache: In Südafrika gibt es elf offizielle Amtssprachen, die meist gesprochene ist Zulu. Englisch wird (fast) überall verstanden. Zeit: Während der Sommerzeit ist Südafrika mit der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) zeitgleich, im Winter gehen die Uhren in Südafrika eine Stunde vor. Gesundheit: Vor dem Besuch des Nationalparks wird dringend eine Malaria-Prophylaxe empfohlen. Zudem sollten sich Reisende abends und nachts mit langer Kleidung bedecken und Mückenspray benutzen. Zudem ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung vor Reisebeginn ratsam. Währung: 1 Euro entspricht derzeit 10,5 Südafrikanischen Rand (Stand 15.02.10). Übernachten: Verteilt im Park befinden sich gut zwei Dutzend Camps mit Übernachtungsmöglichkeiten sowie Privat-Lodges der gehobenen Klasse. Buchungen sind über die Internetseite des Parks möglich; Internet: www.southafricantourism.de und www.southafrica.net

trax.de: Die besten Tipps und Infos zum Thema Nationalparks

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