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Nationalparks in Südafrika: Jogi und die wilden Tiere

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Nationalparks in Südafrika  

Nationalparks in Südafrika: Jogi und die wilden Tiere

15.03.2010, 16:05 Uhr | Maria Zamut/srt, srt

Nationalparks in Südafrika: Jogi und die wilden Tiere. Giraffe im Krüger Nationalpark (Foto: B. Schwertfeger/srt)

Giraffe im Krüger Nationalpark (Foto: B. Schwertfeger/srt)

"Achtung, Nashorn!" Panik schwingt in der Stimme meines Begleiters mit. Er starrt mit weit aufgerissenen Augen nach links und gibt Gas. Tatsächlich: Im Beifahrerautofenster ist ein bulliger Schädel, breiter als die Autotür, jäh aus dem Dickicht des Buschs aufgetaucht: Eine Sekunde später - und die riesigen Hörner des Nashorns hätten sich in das Blech der Autotür gebohrt. Rhino scheint von dem Vorfall bestenfalls irritiert. Was dieses Erlebnis für alle Ewigkeit lehrt? Nashörner sehen nicht besonders gut - und in der Wildnis Südafrikas muss man auf alles gefasst sein.

Wildnis-Trip im Hluhluwe-Imfolozi Nationalpark

Eine Horde von Pavianen schlendert in aller Gemütsruhe auf der schmalen Straße des Hluhluwe-Imfolozi Nationalparks dahin. Wird er deshalb als "Schluschluwe" ausgesprochen, weil die Tiere hier alle Zeit der Welt zu haben scheinen? Die jungen Äffchen turnen auf dem Rücken ihrer Eltern, necken einander. Keines der Tiere kümmert sich um Besucher, die ihnen im Auto im Schritttempo auf den Fersen sind. In dem Naturschutzgebiet nordöstlich von Durban hat man gute Chancen, auf die "Großen Neun" zu stoßen. Dazu gehören abgesehen von den "Big Five" Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard außerdem Giraffe, Breit- und Spitzmaulnashorn, Gepard und Hyänenhund. Die weiten Hügel sind - im Gegensatz zur trockenen Savanne im Krüger Nationalpark - üppig grün bewachsen, was allerdings den Tieren auch mehr Gelegenheit gibt, sich vor neugierigen Touristenaugen zu verbergen. Dennoch kann man mit etwas Glück eine Gruppe Giraffen entdecken, die sich ausdauernd kauend durch das Unterholz frisst. Mit ihren überlangen Hälsen bewegen sich die Tiere mit der Eleganz einer älteren Dame, die in ihrem altmodischen braunweiß-gesprenkeltem Pelzmantel um Würde bemüht ist. Große dunkelbraune Augen sind die Zierde des schmalen Gesichts. Obwohl die Langhälse ihren Kopf beim Fressen meist in den Ästen vergraben haben, lassen sie dennoch die nähere Umgebung nie aus den Augen. Mit Fressfeinden wie einem Löwen muss man immer und überall rechnen.

Den Grauhäutern im Addo Elephant National Park auf der Spur

An den Homelands, den trostlosen Siedlungen für die schwarze Bevölkerung, nördlich von Port Elizabeth vorbei führt der Weg zum Addo Elephant National Park. Im Restaurant des Nationalparks ist ein Symbol des Kampfes zwischen Mensch und Natur zu sehen: Selbst tot ist er noch furchteinflößend, der Schädel von Hapoor, dem gefürchtesten aller Elefantenbullen im Park. 24 Jahre hatte er die Addo-Elefanten geführt. Als ihn ein jüngerer Bulle von seinem Rang verdrängte, wurde er Einzelgänger und so aggressiv, dass er erschossen werden musste. Aber auf einer Fahrt durch den Park stoßen wir auf Hapoors Nachkommen: An die zwanzig Kap-Elefanten, ältere wie auch Jungtiere wandern durch den Busch. Gemächlich stopfen die Dickhäuter Blätter und Gras in ihr großes Maul unter dem runzeligen Rüssel. Die älteren Tiere schütteln die mächtigen Köpfe, schwingen die Rüssel und senden ein lautstarkes Trompeten aus, wenn sich eines der Jungtiere zu weit von seiner Familie entfernt. An einem Wasserloch löscht eine ganze Herde von Kap-Büffeln ihren Durst, auf einem Hügel grast eine Gruppe Kudus, zu erkennen an ihren kunstvoll gedrehten Hörnern. Auf der Rückfahrt wundern wir uns über ein Verkehrszeichen, das einen Mistkäfer zeigt: Die so genannten Pillendreher haben im Addo-Park Vorrang, denn sie sorgen für ein intaktes Ökosystem, klärt uns ein Parkwächter am Ausgang auf.

Ganz nah am Abgrund im Blyde River Canyon Nature Reserve

Bis in die Träume verfolgen uns die Schwindel erregenden Abgründe des Blyde River Canyon, nicht weit von Johannesburg. An der Oberkante der Berlin Falls plätschert ein kleines Bächlein inmitten einer idyllisch blühenden Wiese. Es riecht würzig nach Kräutern, Bienen summen. Nur ein paar Schritte weiter stürzt das Wasser über eine fast senkrecht abfallende Felswand mehr als 50 Meter in die Tiefe. Menschen mit Höhenangst sollten dem Highlight des Blyde River Canyons, den "Three Rondavels" unbedingt fern bleiben. Jener Felsformation, die an die typisch afrikanischen Rundhäuser erinnert. Alle anderen wird der Anblick des weiten Schluchtkessels, den der Blyde River in die felsigen Transvaal Drakensberge geschnitten hat, so schnell nicht wieder los lassen.

Weitere Informationen
Blyde River Canyon Nature Reserve, Kontakt über Private Bag X431, Graskop 1270, Tel. 0027/13/7696019, www.nature-reserve.co.za; Unterkunft unter Aventura Blydepoort Resort, www.aventura.co.za
Hluhluwe-Imfolozi Park, Buchungen über KZN Wildlife Reservations, Office, P.O. Box 13069, Cascades 3202, Tel. 0027/33/8451003, tradedesk@kznwildlife.com, www.kznwildlife.com, tradedesk@kznwildlife.com
Addo Elephant National Park, Buchungen über South African National Parks, Tshwane, P.O. Box 787, Tshwane 0001, Tel. 0027/12/4289111, reservations@sanparks.org, www.addoelephant.com
Mehr Info zu den Spielstätten unter www.fifa.com

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