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Madagaskar - Paradies für Naturliebhaber

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Einzigartiges Madagaskar  

Paradies für Naturliebhaber

15.08.2013, 11:13 Uhr | Susanne Ewald, t-online.de

Madagaskar - Paradies für Naturliebhaber. Am Strand von Ramena herrscht noch Ruhe. (Quelle: Susanne Ewald)

Am Strand von Ramena herrscht noch Ruhe. (Quelle: Susanne Ewald)

Auf Madagaskar ist einiges rekordverdächtig: Das kleinste Chamäleon der Welt lebt hier und ist gerade mal so lang wie ein Streichholz. Eine Rekordniederlage musste eine madagassische Fußballmannschaft verdauen - sie schoss ganze 149 Eigentore, 41 Präsidentschaftskandidaten stehen 2013 zur Wahl und 7500 weltweit einzigartige Tier- und Pflanzenarten finden hier Zuflucht. Sehen Sie die Rekord-Insel auch in unserer Foto-Show.

Auf Madagaskar braucht vieles seine Zeit

Ein inoffizieller Rekord könnte auch die Langsamkeit der madagassischen Behörden sein. Bis zu einem geänderten Grundbucheintrag können 16 Jahre vergehen. "Meine Kinder waren fast erwachsen, als sie endlich die doppelte Staatsbürgerschaft bekamen - die Mühlen mahlen nicht nur langsam, sondern auch anders", bestätigt Svantje Rufer, die vor 25 Jahren als Urlauberin auf die Insel kam und nie nach Deutschland zurückkehrte. "Schon damals reisten wir mit dem Taxi Brousse (Buschtaxi) - die Art des Reisens hat sich seitdem kaum verändert", erzählt die gebürtige Oldenburgerin, die am Strand von Ramena im Norden Madagaskars einfache Bungalows und Zimmer vermietet. Und tatsächlich ist man wenig neidisch, wenn man die vollgestopften Buschtaxis im wesentlich bequemeren Jeep überholt. Auf Madagaskar ist der Weg das Ziel - für 40 Kilometer können schon mal drei Stunden drauf gehen. Es gibt wenige asphaltierte Straßen und selbst diese sind löchrig wie ein Schweizer Käse.

Kite-Surfer-Bucht am alten Militärgelände

Über eine Sandpiste gelangen wir von Ramena zum Cap Miné - einem alten Militärstützpunkt. Vorbei an Aloe Vera Büschen, Baobabs (Affenbrotbaum) und den riesigen fächerartigen "Bäumen der Reisenden" erreichen wir das ehemalige Fremdenlegionärsquartier, das als solches kaum mehr zu identifizieren ist. Die Natur hat sich die Anlage längst zurückgeholt - wo einst Soldaten Wache hielten, springen heute Ziegen umher und die wuchtigen Kanonengeschütze rosten vor sich hin. Besonders angesagt bei Kitesurfern ist die dahinter liegende Saklava-Bucht, während die Tauben-Bucht von Sonnenanbetern und Strandliegern bevorzugt wird.

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Die Insel der Lemuren

Rekordverdächtig ist vor allem die Flora und Fauna Madagaskars. Weit über 10.000 Pflanzenarten zählt die Insel, von denen laut WWF schätzungsweise 85 Prozent endemisch sind, das heißt sie kommen nur dort vor. Das gilt auch für das Tierreich: Wer kennt sie nicht, die süßen Lemuren - deren Dasein auch dem letzten Erdenbürger dank des Hollywood-Streifens "Madagaskar" nicht entgangen sein dürfte. Über 100 Arten leben ausschließlich auf Madagaskar. Neben den Baobabs stehen sie ganz oben auf der Foto-Liste eines jeden Urlaubers.

Lemuren sind schwer zu fotografieren

"Wir verlassen den Park erst, wenn ihr einen Lemuren fotografiert habt", so das hoffnungsvolle Versprechen von Thomas, unserem Reiseführer im Ankarana Nationalpark. Über scharfe Kalksteinsteinkarstspitzen, sogenannte Zingys, die das Landschaftsbild des Naturparks prägen, führen diverse Wanderwege an Fledermaushöhlen vorbei, zu Aussichtspunkten hoch und zu einem Rastplatz am Fuße eines 500 Jahre alten Affenbrotbaums. Auch hier ist wohl der Weg das Ziel, denn nach dreistündiger Wanderung ist kein Lemur in Sicht. Die Fotoapparate werden verheißungsvoll auf das Suchbild eines sandfarbenen Geckos auf ebensolch farbiger Rinde gerichtet. Es ist gerade Paarungszeit und somit haben wir geringe Chancen, den kleinsten aller Lemuren, den sogenannten Maus-Maki, zu Gesicht zu bekommen. Doch da raschelt es plötzlich in den Baumkronen über uns: Eine ganze Lemuren-Familie posiert für Portraits. Als sich dann noch ein äußerst prachtvolles Chamäleon-Exemplar zeigt, geht es weiter zu den roten Zingys.

Bunt, bunter Madagaskar

Im grellen Sonnenlicht ist das Auge von der Farbenpracht fast überfordert: Der kaminrote Canyon aus Sandstein, umrandet vom saftigen Grün der Palmen und Büsche, eingerahmt vom tiefblauen Himmel zeichnet ein faszinierendes Bild, welches bald neben dem Lemuren-Portrait an meiner Wohnzimmerwand seinen Platz finden wird. Im Gegenteil zu den grauen, scharfkantigen Zingys aus Kalkstein, sind die roten Verwandten aus Sandstein zerbrechlich und formen sich durch Wind und Wetter immer wieder neu.

Intensive Gerüche auf der Insel

Eine Reise durch Madagaskar ist nicht nur etwas für‘s Auge, auch die Nase wird gefordert. Folgt man der klassischen Nordroute, lohnt ein Abstecher zu einer der Plantagen auf dem Weg von Ankarana zum Hafen von Ankify. Kakao, Pfeffer, Zimt, Nelken und vor allem Vanille werden hier angebaut. Wer zuhause eine Vanilleschote kauft, der hat mit 80prozentiger Wahrscheinlichkeit ein madagassisches Produkt erworben. Immer der Nase nach geht es per Fähre zur Duftinsel Nosy Be. Morgens und abends, vor und nach Sonnenaufgang, verbreiten die Ylang Ylang Pflanzen ihren intensiven Geruch. Die Essenz der gelben Blüten landet beispielsweise im Parfüm-Klassiker Chanel No. 5.

Kleine Inseln zur Entspannung

Auf Nosy Be erwartet Reisende die verdiente Erholung nach einer Rundreise im Norden. Wer es ruhiger mag, sollte auf die deutlich kleinere Nosy Komba ausweichen – vielleicht sogar per Segeltrip auf dem Schoner Nofy Be mit einem Abstecher zum Schnorcheln auf Nosy Tanihely. Der Marine-Park ist nicht nur Schnorchel- und Tauchparadies, vom Leuchtturm der kleinen unbewohnten Insel hat man einen herrlichen Blick und beim Aufstieg sehr gute Chancen, Lemuren ganz nah vor die Kamera zu bekommen.

Weitere Informationen

Infos zu Madagaskar: www.madagascar-tourisme.com

Anreise: Zum Beispiel mit AirFrance (Hin- und zurück) ab zehn deutschen Flughäfen nach Antananarivo (TNR) ab 1166 Euro inklusive Steuern und Gebühren; www.airfrance.com

Einreise: Deutsche Staatsbürger benötigen einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass und ein Visum, das bei Einreise erstellt wird. Es ist bei einem Aufenthalt bis zu einem Monat kostenlos.

Klima: Das Klima reicht von subtropisch im Landesinneren bis tropisch an den Küsten. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 25 Grad, die Temperaturen an den Küsten liegen höher und sinken im Hochland bis unter den Gefrierpunkt. Die beste Reisesaison ist von April (Ende der Regen- und Zyklonzeit) bis Ende November. Im Winter (April-Oktober) entsprechen die Temperaturen in etwa unserem Sommer, und es regnet weniger. Im "Südsommer" (November - März) ist es tropisch feucht und heiß. An der Ostküste ist der Urlauber besonders gut in den Monaten von November bis März aufgehoben.

Trinkgeld: In Restaurants ist es üblich, den Rechnungsbetrag aufzurunden. Zimmermädchen sowie Kofferträger können mit umgerechnet 50 Cent und Fremdenführer mit einem Betrag in Höhe des entsprechenden Eintrittsgeldes des Nationalparks etc. entlohnt werden. Für Fahrer und Reiseleiter können ein bis zwei Euro pro Tag und Person einkalkuliert werden.

Währung: 1 Euro entspricht ca. 2800 Ariary (Stand: Juli 2013). In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld abgehoben werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert.

Hoteltipp am Strand von Ramena: ab 16 € pro Bungalow mit Badezimmer/Nacht (Frühstück extra: 2.70 €) www.badamera.com

Hoteltipp in der Hauptstadt Antananarivo: Lokanga Boutique Hotel: ab 118 € pro Zimmer/Nacht (Frühstück extra: 10 €/ Mittagessen ab 15 €) www.lokanga-hotel.mg

Inselhotels:

Nosy Komba, Maki Lodge: ab 70 € pro Bungalow/Nacht inkl. Frühstück www.lemakilodge.com

Nosy Be, Mangasao Lodge: ab 240 € pro Bungalow/Nacht inkl. Frühstück, Transfer www.manga-soa-lodge.com

Insel-Hopping per Segelboot: Schnorchel- & Tauchausflug auf dem Schooner "Nofy Be" www.nofy-be.com

Ausflugstipp Nosy Be: Machen Sie einen Abstecher zum ersten Dorf auf der Insel. Besucher können in einer Tour die historischen Wurzeln erkunden, Einheimische kennenlernen sowie Geschichten über die Bräuche erfahren und einheimische Speisen probieren. Die Tour kostet umgerechnet etwa 10 Euro pro Person und kommt einem sozialen Projekt zugute. (Kontakt: Frau Miriam, Email: ravinala.marodoka@yahoo.fr)

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