Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Reiseziele >

Quirimbas-Inseln: Mosambiks Antwort auf die Malediven

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Unterwegs auf den Quirimbas  

Mosambiks Antwort auf die Malediven

19.11.2014, 16:20 Uhr | Florian Sanktjohanser, dpa, dpa-tmn

Quirimbas-Inseln: Mosambiks Antwort auf die Malediven. Im Norden des Quirimba-Archipels liegt, umgeben von Traumstränden und Korallenriffen, Vamizi Island. (Quelle: dpa/Vamizi Island)

Im Norden des Quirimba-Archipels liegt, umgeben von Traumstränden und Korallenriffen, Vamizi Island. (Quelle: Vamizi Island/dpa)

Ein weißes Motorboot legt am Kai von Ibo an, die Touristen sehen genauso gepflegt und makellos aus wie ihr Gefährt. Die Gäste wirken wie Außerirdische zwischen den zerbröselnden Mauern der Kolonialvillen, aus deren Fenstern Feigenbäume ihre Wurzeln schlingen. Zwei Welten treffen sich unter der Glutsonne Mosambiks: Luxus und Verfall, Zukunft und Vergangenheit. Ibo gehört zu den Quirimbas, den vielleicht schönsten Inseln des südostafrikanischen Landes, Mosambiks Antwort auf die Malediven. 36 Inseln im äußersten Norden, die meisten unbewohnt, von Mangroven überwuchert, vom türkisen Meer umspült - sehen Sie selbst in unserer Foto-Show.

Die meisten Bewohner der Quirimbas leben von dem, was Erde und Meer bieten. Die Kimuani bauen Kassava, Mais, Bohnen und Bananen an. Die Männer fischen mit Leinen und Netzen aus ihren Kanus und Dhaus, die Frauen jagen mit Speeren Oktopusse. Ein Grund für die intakte Unterwasserwelt der Quirimbas ist der Nationalpark, der seit 2002 elf Inseln und 110 Kilometer Küste schützt. Doch die Quirimbas sind noch kein ausgewiesenes Taucherziel - vielleicht auch, weil sie zu teuer und zu abgelegen sind. Wer durch das klare Wasser schwimmt, ist froh über die Einsamkeit.

Ibo bietet Geschichte, Ruinen und viel Flair

Ibo ist allerdings anders, nur wenige fahren hin. Die Insel hat keine feinen Strände und kein Sternehotel. Nur Flair, Geschichte und Ruinen. Keiner kann ihre Geschichte besser erzählen als Raul Pereira, 50, graue Locken, dünner Bart. Er geht mit Besuchern zu den drei Festungen, in denen heute Ziegen herumstreunen und Silberschmiede klöppeln, und zur Praça de Republica, wo die Protzbauten der portugiesischen Kolonialherren schimmeln und bröckeln.

Quiz & Spiele

Wie gut kennen Sie Deutschland?

Erholung in Bad Wörishofen

Testen Sie Ihr Wissen mit unserem Dart-Spiel und vielleicht lernen Sie auch noch etwas dazu.
zum Deutschland-Dart-Spiel

Der erste Portugiese auf den Quirimbas war Vasco da Gama. Der Entdecker ankerte im Jahr 1498 vor Ibo. Die Portugiesen zerstörten die Häuser und Kontore der Araber und übernahmen ihre Geschäfte. Ibo wurde eine multikulturelle Handelsstadt. Europäische, chinesische, indische und arabische Kaufleute lebten hier. Sie bauten sich Villen aus Korallenblöcken, die Dachziegel ließen sie aus Marseille importieren. 1761 machten die Portugiesen Ibo sogar zur Hauptstadt der Provinz Cabo Delgado.

Doch auf Dauer hatte die Stadt einen Nachteil: Die großen Schiffe konnten nicht im seichten Hafen ankern, also mussten die Waren mit kleinen Booten hin und her gerudert werden. Deshalb verlegten die Portugiesen Anfang des 20. Jahrhunderts den Hafen und die Provinzhauptstadt aufs Festland nach Porto Amelia, das heute Pemba heißt. Ibo versank im tropischen Müßiggang. "Als nach der Unabhängigkeit die letzten Portugiesen verschwanden, haben die Leute ihre Dachziegel gestohlen", erzählt Pereira. Der Tropenregen fiel in die Häuser, die salzige Luft machte die Wände mürbe. Bäume schlangen ihre Wurzeln um die Mauern und durchbrachen sie. Zumindest ein Teil der Altstadt könnte nun gerettet werden. Ein Haus wird gerade von einem Italiener renoviert, in einem frisch getünchten Gebäude sitzt ein spanisches Kinderhilfswerk. Vor zwei Jahren legte die Regierung eine Stromleitung nach Ibo.

Weitere Infos zu Mosambik und die Quirimbas

Anreise: Es gibt Flüge von Daressalam, Nairobi und Johannesburg nach Pemba. Von dort fliegen kleine Maschinen weiter nach Ibo und auf die Resort-Inseln. Auf dem Landweg mit einem meist überfüllten Minibus bis zum Dorf Tanganhangue. Von dort setzen Boote nach Ibo über.

Reisezeit: Die Niederschläge konzentrieren sich auf die Regenzeit von Januar bis Mai. Vom November bis Februar sind viele Zugvögel zu sehen, von Juli bis November ziehen Buckelwale vorbei.

Unterkunft: Auf Ibo gibt es mehrere Hotels, Pensionen und günstige Unterkünfte für Backpacker. Die meisten Resort-Inseln sind exklusiv und verlangen mehrere Hundert Euro pro Nacht.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Reisethemen von A bis Z

Anzeige
shopping-portal