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Die spektakulärsten Alpenpässe

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Alpenpässe  

Die Kurvenstars der Alpen

23.08.2010, 09:19 Uhr | srt, t-online.de, srt, t-online.de

Die spektakulärsten Alpenpässe. Öffnet 2011 schon am 30. April: Die alte St. Gotthard-Passstraße bei Airolo (Schweiz) ist eine beliebte Route für Nostalgiker (Foto: dpa)

Öffnet 2011 schon am 30. April: Die alte St. Gotthard-Passstraße bei Airolo (Schweiz) ist eine beliebte Route für Nostalgiker (Foto: dpa)

Ein schmales Asphaltband schlängelt sich durch schmucke Bergbauerndörfer und blühende Almwiesen. Dann werden die Serpentinen steiler und enger, zerklüftete Felsformationen ragen am Straßenrand in den Himmel. Eine Abkürzung oder eine schnelle Alternative zu Staustrecken sind sie in den meisten Fällen nicht. Aber für kurvenfeste Panoramafans gibt es nichts Schöneres, als einen Alpenpass zu überqueren. Wir stellen die schönsten Erlebnisrouten für Serpentinenfreunde vor und zeigen sie in unserer Foto-Serie.

48 Kurven zur Königin der Pässe

Sage und schreibe 48 Kurven, jede einzelne liebevoll nummeriert, führen von Gomagoi in Südtirol hinauf zur Königin aller Pässe, dem Stilfserjoch. Die Luft wird dünner, die Motoren schnaufen - und erst die Fahrradfahrer, die sich auf die höchste Passstraße der Ostalpen bis auf 2757 Meter hinaufplagen. Sauerstoff spendet zumindest zu Beginn der Strecke der dichte Lärchen- und Zirbenwald. Seitlich thront das Ortlermassiv, vorne heben sich Geisterspitze (3465 Meter) und Joch in den Blick. Manch ein Auto hat Skier oder ein Snowboard auf dem Dach: Die Fahrer wollen auf die Pisten des Sommerskigebiets oben am Joch, die im Winter, wenn die Passstraße schneebepackt und lawinengefährdet ist, nicht zu erreichen sind. Jetzt ist es ein hochalpines Erlebnis der Extraklasse, das man mit zahlreichen anderen "Kehrenzählern" teilen muss.

Den Dolomitenstar umrunden

Ein echter Dolomitenstar ist, wie schon im Winter auf Skiern, die so genannte Sella Ronda - die Umrundung des Sella-Gebirgsstocks über wunderschöne Pässe. Ob links oder rechts herum, das ist Ansichtssache. Im Uhrzeigersinn geht es von Canazei im Fassatal hinauf zur Sella über das Grödnerjoch über Corvara, den Passo di Campolongo und Arabba hinauf zum Pordoijoch und wieder hinunter nach Canazei. Das sind 55 Kilometer "Pässesammeln" mit Aussicht: Vom Sellajoch aus baut sich oberhalb vom Pordoijoch der Piz Boé auf, im Süden glitzert der mächtige Gletscher der Marmolada, weiter rechts der Langkofel und dann schweift der Blick hinab ins Grödnertal.

30 Dreitausender im Blick

Ein Muss für Liebhaber kurvenreicher Bergstraßen in Österreich ist die Großglockner Hochalpenstraße. Die erste für den Fahrzeugverkehr geplante Alpenstraße wurde 1935 eröffnet und führt auf 48 Kilometern von Fusch im Salzburger Land nach Heiligenblut. Die modern ausgebaute Kurvendiva ist eine beliebte Ausflugsroute zu Österreichs höchstem Gipfel: Rasant geht es auf die 2571 Meter hohe Edelweißspitze, den höchsten Punkt der Großglockner Hochalpenstraße. Mehr als 30 Dreitausender stehen Spalier. Die Pflanzenwelt rund um den schwarzen Berg ist ein Kraft- und Energiespender. Buddhisten sagen ihm dieselbe Kraft nach wie dem heiligen Berg Kailash. Wahrscheinlich befuhren deshalb die vergangenen 70 Jahre rund 50 Millionen Autofahrer die berühmteste aller Alpenstraßen.

Rast am Silvretta-Stausee

Überhaupt ist Österreichs Liste namhafter Kurvenschönheiten lang. Da wäre noch die Silvretta Hochalpenstraße. Sie ist die Verbindung zwischen den beiden Bundesländern Tirol und Vorarlberg und führt durch die faszinierenden Bergkulissen der Silvretta- und Verwallgruppe mit ihren Dreitausender-Gipfeln. Von Ischgl geht es nach Galtür, wo schon nach wenigen Kilometern die Passhöhe, die Bielerhöhe auf 2070 Metern, erreicht ist. Der Ausblick auf den großen Silvretta-Stausee ist eine Rast wert. Auf der Westrampe gibt es bei einem Höhenunterschied von 985 Metern 30 Kehren, auf der Ostrampe hingegen nur zwei. Ebenfalls ein Genuss: Der Reschenpass mit den aus dem Wasser des Reschensees ragenden Kirchturm. Ab der Passhöhe auf über 1500 Meter geht es in gemütlichen, weiten Kurven mit dem Ortlermassiv im Blick hinunter ins Vinschgau und weiter nach Meran.

60 Mal Kurvenglück

Die Fahrt über das Timmelsjoch, durch die Ötztaler Gletscherwelt in die Südtiroler Weinberge des Passeiertals nach Meran, bleibt ebenfalls unvergessen. Von Hochgurgl geht es in lang gezogenen Kehren hinauf zum Timmelsjoch auf 2600 Meter Höhe. Auf der Tiroler Seite grüßt der vergletscherte Hochfirst mit seinen 3405 Metern. In Südtirol reicht der Blick über weite Wiesen und uralte Bauernhöfe hinunter ins Passeiertal, das bei Meran ins breite Etschtal mündet. 60 Mal Kurvenglück!

Vorbei am Murmeltierpark

San Bernardino, Fluela, St. Gotthard, Ofen, Simplon, Splügen: In der Schweiz reiht sich Genießerpass an Genießerpass. Die meisten Namen kennt man aus den Verkehrsmeldungen im Winter: "... wegen Lawinengefahr gesperrt". Im Sommer dürfen Passfans die Bergstraßen in all ihrer Schönheit erfahren. Die schönste Ost-West-Verbindung führt aus Graubünden quer über die Alpen über das Pässetrio Oberalp-Furka-Grimsel. Am Weg liegen Höhepunkte wie der Besucherstollen am Rhonegletscher (Furkapass, 2431 Meter), der Stausee und ein Murmeltierpark am Grimselpass (2165 Meter), das reizvolle Haslital, der Brienzer See. Ein besonderer Tipp für den Pässemarathon: Bei der "großen Pässe-Acht" kann man die Pässe Susten, Grimsel, Furka, Nufenen und St. Gotthard in Form einer Acht hintereinander befahren - ein Dorado für jeden Kurvensammler!

Weitere Informationen

Stilfser Joch/Passo di Stelvio: geöffnet Mitte Juni bis November, verbindet Vinschgau mit Bormio in Alta Valtellina/Sondrio, 47 Kilometer, 87 Kehren

Sella Ronda: Sella-, Pordoi und Grödnerjoch mit Ausnahme von Lawinensperren ganzjährig geöffnet

Großglockner Hochalpenstraße: geöffnet Anfang Mai bis 15. Juni - 6 bis 20 Uhr; 16. Juni bis 15. September - 5 bis 21.30 Uhr und vom 16. September bis Ende Oktober - 6 bis 19.30 Uhr. Tageskarte: 28 Euro pro PKW

Timmelsjoch/Passo di Rombo: ab Anfang Juni bis circa Ende Oktober geöffnet - von 7 bis 20 Uhr, ab 20 Uhr bis sieben Uhr Nachtsperre, 48 Kilometer, PKW 14 Euro einfache Fahrt, 18 Euro mit Rückfahrt; Motorrad 12, beziehungsweise 14 Euro

Silvretta-Hochalpenstraße: verbindet Montafon (Vorarlberg) mit Paznauntal (Tirol), 26 Kilometer, geöffnet von Juni bis Oktober, je nach Witterungslage; PKW-Normaltarif liegt bei 11,50 Euro

Reschenpass: verbindet Bodenseeregion mit Meran, ganzjährig geöffnet; Oberalp - Verbindung Rheintal mit Urserental, 34 Kilometer: geöffnet Mitte Mai bis Mitte November

Furkapass: verbindet das Goms mit dem Urserental, geöffnet von Juni bis Oktober

Grimsel- bzw. Nufenenpass: verbindet Wallis und Tessin, in der Regel ist der Pass von Mitte Juni bis Mitte November geöffnet

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